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Leishmaniose, Dringend!!!
  • verfasst: 14.01.2004, 04:17
     
    Maremmano
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    Herdenschutzhund: Kiara, Hündin, geb. Januar 2003 in einer Hundeauffangstation in Italien.

    Erste sichtbare Anzeichen auf Leishmaniose: 15. Dezember 2003:

    1. Brillenbildung mit Knoten und blutigen Wunden um die Augen herum

    2. enormer Krallenwuchs

    3. seit dem 17. Dezember bis zum 13. Januar 2004 hat Kiara 14,5 Kilo an Gewicht verloren.
    Beginn mit ALLOPURINOL AL 300, Morgens und Abends je 1 Pille
    Sie hatte 3 Tage lang komisches Zittern, was einige Minuten anhielt und dann wieder weg war.

    4. 09. Januar 2004: Die Tests sind da: Babesia canis-AK : <1:20, Ehrlechia canis-AK <1:20
    Leishmanien-AK 1:80, Antikörper gegen Leishmanien wurden in mittlerer Konzentration nachgewiesen, steht da im
    Faxbericht vom Labor aus Köln.
    Die anderen Werte des Blutbildes die außerhalb der Norm sind:
    Kalium : 6,04 mmol/l (3.5-5.1)
    Phosphat anorg. : 2.79 mmol/l (0.68-1.62)
    Leukozyten : 14.53 k/ul (6.0-12.0)
    Haematokrit : 54.9 % (44-52)
    MCV : 78.0 fl (60-77)
    MCH : 25.3 pg (17.0-23.0)
    Eosinophile Gran. (abs.) : 4359 /ul (40-600)

    4. seit dem 10. Januar 2004 nun auch Knotenbildung an den Lefzen

    5. seit dem 13. Januar 2004 verliert sie in der Mitte vom Rücken (von vorne nach hinten) die Haare und sie hat am ganzen
    Körper nun kleine, verkrustete Wunden (bis zu einer Größe von 1 Euro). Ihr Fell ist nun ganz stumpf, ca. so wie bei
    einem Rauhhaardackel, hart, borstig...

    6. Sie hat manchmal nun wenn sie geschlafen hat und aufsteht, Probleme mit den Hinterbeinen, sieht so aus als würden
    Ihre Hinterpfoten nicht das machen was sie will...

    An den Beinen hat sie Nichts oder noch nichts (keine Wunden). Sie kratzt sich enorm viel. Einige Tage ist sie enorm ruhig,
    an anderen Tagen spielt sie ganz normal und scheint dann wieder mehr Energie zu haben. Sie ist ein Maremmano Abruzzese,
    sie hat den typischen Herdenschutzcharaker, sie kommt zu einem wenn sie es will und so weiter, nur die letzten Tage nun
    sucht sie extrem unsere Nähe, sie will immer bei einem sein und auch Nachts kommt sie nun aufs Bett, was sie nie gemacht
    hat, sie drückt sich an einen und im Schlaf wimmert sie oft leise, was uns zeigt daß sie Schmerzen haben muß, denn selbst
    bei Impfungen oder bei Blutabnahme zeigte sie nie eine Regung...!

    Wir haben noch einen 2ten Maremmanen, Rasty (geb. 30.05.2003 / Hundeauffangstation in Italien). Rasty zeigte die
    Brillenbildung zuerst, verlor die Haare um die Augen und bekam blutende Wunden. Auch er wurde seit dem 17. Dezember 2003
    mit Allopurinol AL 300 behandelt und seine Wunden sind abgeheilt, seine Haare wachsen wieder, er spielt wieder und ist
    so wie junge Hunde in dem Alter sind...
    Kiara geht es leider von Tag zu Tag schlechter, wer hat Erfahrungen mit denselben Anzeichen? Welche Medikamente helfen?

    Ich hoffe auf viele Antworten und sage schon mal im Voraus vielen Dank!!!!!!!!!!!!

    Lieben Gruß an Alle
  • verfasst: 14.01.2004, 10:36
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    Sehr geehrter Hundebesitzer,
    leider reichen meine Kenntnisse bezügliche Leishmaniose nicht sehr weit, da es ein Problem der südlichen Länder ist.
    Trotzdem einige Ideen zum Vorgehen.
    1. auffällig ist, daß Ihr Hund Juckreiz zeigt, aber Leishmaniose als typischerweise "nicht juckende Dermatitis" angesprochen wird
    2. Kollegen, die sich auf Hautkrankheiten spezialisiert haben und damit bessere Ansprechpartner wären sind:
    a) Dr. Renate Hämmerling, Düsseldorf, Tel 0211-480106, Fax - 481313/480122, email: haerege@meil.isis.de
    b) Dr. Stepfanie Peters, Birkenfeld, Tel 06782-1213 (MI/Do)
    c) Dr. Frank Hamann, Berlin, Tel.030 - 94631896
    3. Bei Leishmaniose empfehlen die Amerikaner (Fred W. Scott) : Sodium stibogluconate (ein Antimonmittel verfügbar durch CDC) 10-50 mg/kg täglich über 10 bis 30 Tage; als Alternative Behandlung Antipilzmittel und Allopurinol; experimentelle Behandlungen an Menschen hatten mit Gamma-Interferon (zur Zeit als "Virbagen Omega" der Firma Virbac in der Tiermedizin auf dem Markt, vielleicht läßt sich in den nächsten Tagen zusätzliche Information dazu auftreiben, dazu bräuchte ich aber eine Faxnr) und Antimoniummitteln Erfolg
    4. Deutsche Literatur berichtet von Dosen Allopurinol bis 30 mg/kg (bei Klara zZ nur 20)
    in Kombination mit Meglumin-Antimonat (Glucantime) 100 mg/kg/d.
    Teilweise wurde Itrakonazol eingesetzt.
    5.
    a) Versuchen Sie über die Kollegen eine Bestätigung der Diagnose zu bekommen.
    b) Besorgen Sie Interferon (teuer) und geben Sie es Klara.
    c) Wenn die Diagnose stimmt setzten Sie die Dosierung von Allopurinol auf 30 mg /kg und kombinieren Sie mit Glucantime.
    Viel Glück.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. C. Muschkowitz
  • verfasst: 14.01.2004, 11:55
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    Noch ein zusätzlicher Hinweis von Dr. Uwe Schultheiss, der Firma Vibac.
    1. Diffenrenzialdiagnose zu Staupe sollte geklärt werden
    2. Leishmanien lassen sich gut "im Orginal" nachweisen über die Histologie
    a) aus Lymphknoten-Aspiraten gefärbt mit Gimsa
    b) aus Knochenmarkpräparaten gefärbt mit Gimsa
    c) über PCR aus der Blutprobe
    d) aus dem Abstrich der infektiösen Hautveränderungen, gefärbt mit Imminoperoxidase
    3. Eine Kombination des Allopurinols mit Glucantime ist sinnvoll
    4. Unterstützend kann der Hund Interferon bekommen. Es ist sinnvoll, da die hier enthaltenden Zytokine die intrazelluläre Parasitenvermehrung hemmen.
    Dosis: 1.,2.,3. Tag: 1 Mill. Einheiten pro kg Körpergewicht
    danach wöchentlich 1x: 0,5 Mill. Einheiten pro kg
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Muschkowitz
  • verfasst: 28.02.2004, 16:36
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    Hallo

    Wir haben selbst einen Maremman-Rüden im Dezember 2002 mit 10 Monaten aus einem Tierheim übernommen. Kurze Zeit darauf verlor er Haare am Bauch und er kratzte sich unaufhörlich. Der Bluttest ergab eine hochgradige Staubmilbenallergie und eine geringe Futtermilbenallergie. Er wurde mit Atopica fast 4 Monate behandelt. Erfolg gleich null. Er hat sich 5 cm grosse Löcher an den Ellenbogen bis aufs Fleisch rausgerissen. Hatstanze gemacht, kein Befund. Wir standen kurz vor dem Einschläfern und hatten dann die Idee als letzter Versuch ins Tierspital zu fahren. Befund = Räude !!!!. Er bekam 3 mal STronghod im Abstand von 2 Wochen und wir hatten einen neuen Hund. Juckrei, er spielte wieder und heute ist er wieder ein Prachtsexemplar seiner Rasse. Es lohnt sich wirklich diesen Befund in Erwägung zu ziehen. Wir haben viele Analysen machen lassen aber die Räude konnte lediglich im Tierspital nachgewiesen werden.

    Daniela
  • verfasst: 26.08.2004, 09:35
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    Liebe Hundebesitzer,

    ich hatte einen Sharpei Rüden aus dem Tierheim in Nürnberg geholt, dass war Februar 2003 auch er hatte Leishmaniose. Mein Leidensweg mit meinem geliebten Hund war wirklich schrecklich und sicherlich ist dieser Brief an Sie auch kein Trost und vielleicht auch kein Hilfe aber meine Erfahrungen mit dieser Krankheit sind, dass mein Rüde durch die großen offenen Stellen, die sich im laufe von ca. 6 Monaten bis zum kompletten Haarkleidausfall, auch Demodex Milben zugezogen hat. Er wurde immer anfälliger für jegliche Krankheiten (durch das schlechte Imunsuystem. Lieder mußten wir unseren Ottfried im Februar 2004 einschläfern lassen. Ich hatte einen sehr guten jedoch nicht auf Leishmaniose spezialisierten Tierarzt in Nürnberg. Klink Dr. Haymeyer und Dr. Furth, Tel: 0911 93 54 74 6, auch Tierärztin Dr. von Pusch kennt sich sehr gut mit dieser Krankheit aus Tel: 0911 52 24 16, sie führte auch an meinem Hunde eine Chemotherapei durch, die wenn das Tier noch nicht so lange mit der Krankheit infiziert ist, gut Chancen hat, den Titer runter zu bringen. Diese Metode wird jedoch in Deutschland nicht so oft angewendet fragen Sie sie, sie kann Ihnen bestimmt auch helfen. Zum anderen gibt es in Deutschland einen Speziallisten Dr. rer. nat. Torsten Naucke, Vollbergstr. 37, 53859 Niederkassel, er hat auch eine E-Mail Adresse: tjnaucke@aol.com.

    Ich wünsche Ihnen mit Ihren Hunden alles erdenklich Gute.

    Liebe Grüße aus Nürnberg
    Kerstin Kube
  • verfasst: 23.12.2005, 18:39
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    Hallo, brauche dringend Hilfe, unser Dalmatiner hat Demodex Milben und kratzt sich blutig, viele Stellen, es ist schlimm ihn so leiden zu sehen, habe das Gefühl unsere TÄ kennt sich damit nicht so aus, erst gab es Calendulatinktur und eine Spritze um das Immunsystem zu stärken, nachdem er sich aber heute so gekratzt hat das das Blut lief sind wir nochmal hin, nun hat er Prednisolon in Tablettenform erhalten und ein Gel das für Ekzemer ( Pferde ) ist, es soll kühlen?! Ich habe auch eine Ampulle bekommen, die sie gleich noch in der Praxis in den Nacken geträufelt hat, habe dort leider keinen Namen. Er kommt aus Spanien und ist erst zwei Tage bei uns. Aber ich möchte alles versuchen um ihm sein Leid zu nehmen und wenn nicht nehmen dann wenigstens lindern. Warte verzweifelt auf Antwort.
    Heike icon_confused
  • verfasst: 28.12.2005, 12:53
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    Ist es wirklich Demodex? Wichtigste Frage!
    Kortison oder Prednisolon ist dann das genau Verkehrteste!! Gute Möglichkeiten hat man mit Ectodex zum Waschen und Stronghold oder ähnlichem zum in den Nacken träufeln! Ansonsten ruft an 03 83 78 - 333 23 Dr. Muschkowitz.
  • verfasst: 10.01.2006, 13:35
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    Hallo Heike,
    hatte bei meinem Hund ähnliches Problem. Hat sich aber fast erledigt.
    Durch meine Freundin wurde Ich auf Aloe Vera Gel aufmerksam. Kannst Du bei
    ebay ersteigern. Achte aber auf das Halbarkeitsdatum.
    1ml pro KG Körpergewicht habe Ich Ihm 6 Wochen über das Futter gegeben.
    Zusätzlich habe Ich Ihm sein Fell mit Erste Hilfe Spray eingesprüht.
    Milben mögen den Geruch von Aloe Vera nicht.
    Es geht Ihm jetzt bedeutend besser. Seine Haut hat sich bis auf eine kleine
    Stelle erholt.
    Falls Sie für Naturheilverfahren offen sind können Sie sich ja noch mehr
    Info dazu suchen.
    Zur Überbrückung nehmen Sie ein bischen Olivenöl und streichen die wunden
    Flächen damit ein. (Ich habe einen Wattebausch dazu benutzt).
    LG Martina

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