Presseberichte

By: Admin 2008.09.14

Wechsel bei Rotary: Wulff für Ramirez
Ostseezeitung, Wochenendausgabe, 07. Juli 2007   A. LERCH

 
Zinnowitz. Traditionsgemäß feierten die Mitglieder des Rotary-Clubs Usedom den Präsidentenwechsel. Pünktlich zum Julistart, dem Beginn des rotarischen Jahres, übergab der scheidende Präsident Justo-Cesar Ramirez das Amt symbolisch an Uwe Wulff, indem er ihm die Präsidentenkette überreichte. Auf dieser sind die Namen aller ehemaligen Clubpräsidenten eingraviert. Der neue Präsident wandte sich nach der Amtsübernahme an seine rotarischen Freunde, unter ihnen auch zwei Mitglieder des Rotary-Clubs Swinemünde: „Es ist eine Ehre für mich. Ich werde versuchen, dieses Amt bestmöglich auszuführen“, erklärte Wulff. Jeder Präsident stellt zu Beginn seiner Amtszeit ein wohltätiges Projekt vor, welches er mit dem Club besonders fördern möchte. Wulff entschied sich, die Außengestaltung der Netzelkower Dorfkirche finanziell zu unterstützen. Zu den Hauptanliegen der Rotary-Clubs weltweit gehört neben der Wohltätigkeit auf lokaler Ebene auch das „Polio Plus“ Programm, das die internationale Ausrottung von Kinderlähmung zum Ziel hat. Dieses wird von den hiesigen Clubmitgliedern ebenfalls finanziell unterstützt. Um die internationale Verständigung und den Frieden zwischen den Völkern zu fördern, engagierte sich der Club in den vergangenen Jahren intensiv für den internationalen Rotary-Schüleraustausch. Zwar ist gegenwärtig kein Austauschschüler zu Gast beziehungsweise im Ausland, jedoch soll auch dieses Projekt in Zukunft weitergeführt werden.

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Rotary Club Usedom wechselt Präsidentschaft
Ostseezeitung, Montag, 02. Juli 2007

 
Insel Usedom. Der Rotary Club Usedom hat turnusmäßig zum 1. Juli die Präsidentschaft gewechselt. Der in Karlshagen wohnende Arzt Justo-Cesar Ramirez hat sie an den Zinnowitzer Unternehmer Uwe Wulff übergeben. Die Präsidentschaft währt immer ein Jahr.

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Amerikaner von Rotary inspizieren Usedom
Ostseezeitung, Wochenendausgabe, 26. Mai 2007   HNI

 
Zinnowitz. „Beautiful“ – so die einhellige Meinung der Gäste aus Kentucky über die Insel Usedom. Die Mitglieder des Rotary Clubs ihrer Heimatstadt machten gestern einen Abstecher auf die Insel Usedom. James Class und seine Mitstreiter sind im Rahmen eines Studiengruppenaustausches derzeit in Swinemünde. „Da wir sehr gute Kontakte zu den Rotariern in Swinemünde haben, ist der Kurzbesuch zustande bekommen“, so Wolfgang Abraham, der den Amerikanern gestern die Insel bei strahlendem Sonnenschein zeigen durfte.

Im Mittelpunkt der Rundtour stand sicherlich der Besuch des Historisch-Technischen Informationszentrums in Peenemünde. „Sie hätten einen Tag im Museum verbringen können, so spannend war alles“, so Abraham. Von Peenemünde haben die Amerikaner beim gestrigen Besuch erstmals gehört. „An der Geschichte um Krieg und Raketen waren sie besonders interessiert“, verriet Abraham, der als Guide die Gäste auch nach Zinnowitz und die Kaiserbäder führte. Die Mitarbeiter einer Öl- und Gasfirma, die Lehrerin, die Managerin für Folkmusik und die anderen werden am 10. Juni wieder in ihre Heimat fliegen.

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Kinder aus Polen üben in Pommernhalle
Ostseezeitung, Donnerstag, 26. April 2007   LARS PETERSEN

 

Da in Swinemünde keine Möglichkeit besteht, Handball zu spielen, wurden Jugendliche zu einem Probetraining nach Ahlbeck eingeladen.

Handball: Auch in unserem Nachbarland gibt es – nach den Erfolgen der polnischen Nationalmannschaft (Platz zwei) bei der Weltmeisterschaft – eine Handball-Euphorie. Allerdings können in Swinemünde viele Kinder diesen Sport nicht betreiben. „Es gibt keinen Handballverein und auch keine Sporthalle, in der ausreichend Kapazität vorhanden wäre“, weiß Dolmetscherin Agnieszka Odorczuk. Tischtennis, Fußball und auch Basketball gehören zum Standardprogramm in der polnischen Kleinstadt.

Hilfe kommt durch den HSV Insel Usedom und die Rotary-Clubs auf beiden Seiten der Grenze. Unter Mithilfe des Unternehmers Gerhard Gühler wurde Kontakt zu den Grundschulen und Gymnasien aufgenommen. Drei Probetrainings wurden vereinbart.

Am Sonnabend waren 30 polnische Kinder in der Pommernhalle. Sie absolvierten die erste von drei zweistündigen Einheiten. „Das Ziel dieses Trainings ist zum einen, unsere Jugendmannschaft sportlich mit talentierten Spielern zu verstärken. Zum zweiten sollen aber auch Berührungsängste zwischen den polnischen und deutschen Jugendlichen abgebaut und gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz erreicht werden“, so Organisator Michael Holtz, der zusammen mit den polnischen HSV-Spielern Mateusz Zaremba und Tomek Gala das Trainerteam des HSV unterstützte.

„Einige der Kinder würde ich sofort in unseren Jugendkader einbinden“, so der sportliche Leiter des HSV Insel Usedom, Jens Peter Teetzen, der mit Christine Wurlitzer, Maria Schultz und Manuela Teetzen das Training durchführte. Einfache Regelkunde, Grundübungen im Handball, Wurfübungen, Prellen und abschließende Spiele gehörten zum Programm.

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Angler im Usedomer Winkel: Alle hören weiter auf Günter Lenz
Ostseezeitung, Freitag, 16. Februar 2007   I. N.

   Günter Lenz

Voßberg. Manchmal hängt das Überleben eines Vereins von seinem Vorsitzenden ab. Das ist besonders bei kleinen Gruppen der Fall, die sich daran gewöhnt haben, dass der leidige „Papierkram“ wie selbstverständlich über Jahrzehnte von ein und der selben Person erledigt wird. So ist es auch im Ortsanglerverband Karnin e. V.

Als der langjährige Vorsitzende Günter Lenz (67) auf der Mitgliederversammlung im Dezember angekündigt hat, sein Amt nach 37 Jahren abgeben zu wollen, schienen seine Anglerfreunde aus allen Wolken zu fallen. Lenz hätte ihnen das auch nicht angetan, wenn er nicht zunehmend mit einem Handicap zu kämpfen hätte. Er hört schlecht. Dem akkuraten Mann muss es eine Pein gewesen sein, während der jüngsten Kreisdelegiertenversammlung des Anglerverbandes nicht alles verstanden zu haben. Das vertrug sich nicht mit seinem Pflichtgefühl. Als er darüber in seinem Verein sprach, haben die anderen zwar Verständnis gezeigt, aber Günter als Vorsitzenden zu verlieren, schien ihnen unmöglich.

Die Tierärztin Dr. Christine Muschkowitz hatte einen anderen Lösungsvorschlag: „Vielleicht können wir mit einem Hörgerät helfen“, sagte sie und ließ sogleich den „Hut“ 'rum gehen. Die Heringsdorferin hat später noch Geldquellen im Rotary-Club aufgetan. Günter Lenz ist so zu seinem Hörgerät gekommen. Und der Verein hat seinen Vorsitzenden behalten. Eine schöne Geschichte. Lenz bedankt sich sehr dafür – und hat den nächsten Anglerball bei „Vadder Gentz“ schon im Blick. Zweimal im Jahr gibt es im Usedomer Winkel diese tollen Feste, die wesentlich dazu beitragen, dass sich die 27 Mitglieder und ihre Angehörigen wie in einer großen Familie fühlen. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert. Den Verein gibt es schon seit 1965. „Doch. Etwas ist anders. Es gibt weniger Fisch“, sagt Günter Lenz schmunzelnd.

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Neue alte Heimat
Ostseezeitung, Mittwoch, 05. Juli 2006

Anja Lerch  

Es ist genau ein Jahr her, dass ich als Rotary-Austauschschülerin nach Bombay geflogen bin. Ich verbrachte elf wunderschöne Monate in Indien, lernte langsam die Gepflogenheiten kennen und wuchs kaum merklich immer mehr mit meinem Gastland und seiner Kultur zusammen. Seit vier Wochen bin ich nun wieder zurück in Ostvorpommern und stecke noch mitten in der Eingewöhnungsphase. Damals hab' ich alles wissbegierig in mich aufgesogen, genau beobachtet, wie sich andere verhalten. Zurück in der Heimat, bin ich weniger neugierig. Man erwartet, sein Leben genau da weiterführen zu können, wo man es damals gestoppt hat und hat für kleine Veränderungen keinen offenen Blick. Im Gastland lernt man eine oft fremde Lebensweise kennen, es gibt soviel Neues zu entdecken, dass Kleinigkeiten untergehen. Auf diese treffen wir dann wieder bei unserer Rückkehr, da uns Kultur und Traditionen bereits vertraut sind. Auch hier gibt es vieles wieder zu entdecken, zwar ist scheinbar keine Veränderung sichtbar, doch diese liegt oft im Detail und wartet darauf, entdeckt zu werden. Viele kleine Dinge, die mir erst jetzt auffallen, waren schon vor meiner Abfahrt sichtbar, ich habe sie nur nicht wahrgenommen. Jetzt erfreue ich mich an Dingen, die ich früher einfach hingenommen habe. Geht doch auch auf Entdeckungsreise, rät

Eure Anja Lerch. Anja Lerch (17) geht ans Runge-Gymnasium in Wolgast.

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Linda aus Finnland lernt in Wolgast
Ostseezeitung, Mittwoch, 04. Januar 2006   VANESSA WIESE

Besonders stolz ist Linda (17) aus Finnland auf ihre Jacke mit den vielen Anstecknadeln und Accessoires weltweiter Herkunft, die sie von anderen Austauschschülern erhalten hat. Kurz bevor Linda im Juli nach Hause zurückkehrt, wird sie Anja, die ein Jahr in Indien verbrachte und bei deren Eltern Linda derzeit wohnt, kennenlernen. Auf diese Begegnung freut sie sich ganz besonders. Foto: V. Wiese

Ein Weihnachtsfest ohne Schnee, das hat die Finnin Linda (17), die derzeit in Mölschow lebt, noch nie erlebt. Trotzdem gefällt es ihr super.

Mölschow Seit fünf Monaten lebt in Mölschow eine echte Finnin. Die 17-jährige Austauschschülerin ist begeistert: „Es ist schön hier, ganz ruhig“, schwärmt Linda Frimodig, die aus dem Land mit nur fünf Millionen Einwohnern stammt. Den Sommer am Strand hat sie ganz besonders genossen. Mit dem Winter hat sie einige Probleme, denn dass sie zu Weihnachten ohne Schnee feiern musste, hat sie in Finnland noch nie erlebt.

Die Schülerin des Wolgaster Runge-Gymnasiums hat sich inzwischen bestens eingelebt und gute Freunde gefunden. Doch das war harte Arbeit. An den ersten Schultag denkt sie nicht gerne zurück. „Ich habe fast nichts verstanden. Ich bin um 11 Uhr einfach wieder nach Hause gegangen“, erinnert sie sich. „Am Anfang habe ich kaum Deutsch gesprochen. Ich dachte, es wäre leichter, Freunde zu finden“. Trotz fünf Jahren Deutschunterricht in der Schule stand Linda vor einer großen Herausforderung.

Inzwischen kann von Sprachbarrieren keine Rede mehr sein. Linda spricht nun fließend die deutsche Sprache und fühlt sich heimisch. Ihre Mitschüler der Klasse 12.1 ließen ihr keine Zeit zum Kopf-hängen-lassen. Vom Charakter her findet sie Deutsche und Finnen ähnlich: „Wir Finnen sind auch eher verschlossen. So anders finde ich das hier alles gar nicht“. Unterschiede gebe es dagegen bei der Schulbekleidung: „In Finnland könnte ich mit Jogginghose zur Schule gehen, das ist ganz normal. Hier geht das nicht“, erzählt das junge Mädchen aus dem Land der Sauna.

Apropos Sauna: „Die Deutschen machen die Sauna falsch“, lacht Linda und erklärt, dass es in Finnland im Dampfbad weder Uhren noch Ruheräume gibt. „Und man kann so viele Male hintereinander hineingehen, wie man möchte“, erläutert sie. Sie selbst, so gesteht sie, sauniert nicht, wie viele ihrer Landsleute, drei bis vier Mal pro Woche. Sie nutzt das Angebot eher selten, obgleich eine eigene Sauna zur Standardeinrichtung jeder finnischen Mietwohnung gehört.

Stattdessen spielt die junge Finnin, neben der Schule, lieber intensiv Basketball mit ihrer Anklamer Mannschaft und Handball im Wolgaster Verein. Das "Rotary Youth Exchange Program", Lindas Austausch-Programm, half ihr, die entsprechenden Vereine zu finden. Um einen Austauschplatz über Rotary zu bekommen, musste sie sich gegen sechs weitere Bewerber durchsetzten. Neben Deutschland waren die USA und Kanada ihre Wunschländer. Schließlich ist sie bei der Familie in Mölschow gelandet, deren Tochter Anja, wie bereits berichtet, ein Jahr in Indien verbringt. Nächste Woche wechselt Linda zur zweiten Gastfamilie an nach Wolgast.

Zu den anderen Austauschschülern hält Linda regen Kontakt. Bei drei Treffen im Jahr sieht sie die anderen in Mecklenburg-Vorpommern untergebrachten Rotary-Teilnehmer.

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Hilfe rührt den dreifachen Vater zu Tränen
Ostseezeitung, Wochenendausgabe, 24. Dezember 2005   ST. A.

 

Wolgast. Jens-Peter Medow stehen Tränen in den Augen. „Das ist jetzt alles ein bisschen viel für mich“, gesteht er, als er gestern in der OZ-Redaktion das von einer jungen Dame abgegebene Paket für seine Kinder Sebastian (11), Patricia (9) und Sabrina (8) entgegen nimmt. Die nette Blondine wollte anonym bleiben, „einfach eine Freude bereiten“ ...

Ähnlich dachten viele OZ-Leser. Eine ältere Dame brachte den Medows einen Butterstollen, eine andere Frau drei Geschenke und der Rotary-Klub kam, um sich nach wirksamer Hilfe zu erkundigen. „Sportbekleidung für die Kinder wird es werden“, sagt der Papa bescheiden. Besuch hatte er auch schon von Arno Paul aus Karlshagen. Der brachte ihm Apfelsinen, Weihnachtsbaum mit Ständer. Kugeln steuerte sein „Kollege“, Frank Breinlinger, bei.

Wie ein Märchen aber muss dem 34-jährigen Arbeitslosen vorkommen, dass ihm ein Job winkt – ab März im Garten- und Landschaftsbau. Andreas und Thomas Wuttig haben schon mit ihm gesprochen, kennen seinen – sehr fleißigen – Bruder und wollen ihn einstellen. Um gleich zum Fest zu helfen, machten sie sofort 400 Euro locker. Danke!

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Rotarier fordern integriertes Konzept für Energie
Ostseezeitung, Donnerstag, 17. November 2005 W.A.

Die Präsidenten v.l.n.r.: Rainer Wolff, Dr. Wolfgang Abraham, Miroslaw Skorupka und Marian Dolata. Foto: privat

Zinnowitz/Swinemünde Bei Rotary kann man ohne Rücksicht auf politische Randbedingungen ergebnisoffen nachdenken. Das haben in der vergangenen Woche 11 Rotarier aus Swinemünde und vom Club Usedom getan. Zu Gast hatten sie fünf Rotary-Energieexperten; Rainer Wolff, Prokurist von E.ON edis in Fürstenwalde, Jan Kos, Direktor des polnischen Energieversorgers Enea in der Niederlassung in Miedzyzdroje (Misdroy), Krzysztof Karpowicz sowie Rolf Kasimirschak und Ilona Niemann von E.ON edis in Demmin bzw. Wolgast.

Wolff stellte das deutsche Unternehmen und seine enge Kooperation mit den Kommunen als Miteigentümer vor. Schwerpunkt lag auf den Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit polnischen Partnern, speziell mit Enea. Im Konzernverbund hat E.ON edis die Kompetenz für die energieversorgerische Kooperation mit Polen zugewiesen bekommen. Man geht davon aus, dass nach bisherigen EU-Erfahrungen der Energiemarkt in Polen in den nächsten Jahren stark wachsen wird und hat großes unternehmerisches Interesse an der Kooperation. Wie Jan Kos betonte, ist das Interesse auf polnischer Seite ebenso groß, vor allem an den Erfahrungen der Deutschen bei der Umstrukturierung des Energiemarktes in der ehemaligen DDR.

Zwischen den Betrieben in Wolgast und Misdroy gibt es bereits Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch. Schon vor einigen Jahren existierten Planungen, auf Usedom grenzüberschreitend 110-Kilovolt- oder 20-Kilovolt-Leitungen aufzubauen. Das scheiterte an mangelndem Interesse auf deutscher Seite. Die rotarischen Freunde sind sich bewusst, dass inzwischen z. B. die Kooperation im Abwassersektor ungünstige Erfahrungen brachte. Ihre gemeinsame Auffassung ist es jedoch, dass man aus Fehlern lernen und die Zusammenarbeit intensivieren sollte.

Nicht nur Energieversorgung sondern auch Energieerzeugung ist ein Arbeitsfeld. Dazu führte Rainer Wolff als Beispiel an, dass Polen über 500 Milliarden Kubikmeter Erdgas verfügt, wovon gerade die Förderung von 180 Milliarden in Angriff genommen wurde. Auch bei der Energieerzeugung ist lokale Zusammenarbeit z.B. im Bereich der so genannten Kraft-Wärme-Kopplung möglich. Polnische Kommunen verfügen über Heizkraftwerke, in die in vielen Fällen in nächster Zeit investiert werden muss. Da die Kommunen das allein kaum leisten können, würden hierbei Joint-Ventures der polnischen und deutschen Energieerzeuger als Partner der Städte sinnvoll sein. Auch Swinemünde hat ein solches Heizkraftwerk. Die Überlegungen könnten in Anlehnung an das gemeinsame Verkehrskonzept in ein integriertes Energieversorgungskonzept münden. Die Rotarier waren sich mit den Fachleuten einig, dass gemeinsame Anstrengungen die Energieversorgung auf beiden Seiten der Grenze sicherer machen würden.

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In Bombay wird's nie leise
Ostseezeitung, Mittwoch, 09. November 2005   ANJA LERCH.

Wie lebt es sich bei Monsum-Hitze und mit Kühen auf jeder Straße? Anja Lerch (16) aus Mölschow macht zurzeit ein Auslandsschuljahr in Indien.

Bombay „Was willst du denn in Indien? Da kriegst du doch nur irgendwelche Krankheiten oder wirst vom Tsunami überflutet! Da leben doch alle in Slums, nachher sitzt du auch als Bettler auf der Straße!“ Oft habe ich solche und ähnliche Kommentare gehört, wenn ich jemandem von meinem Indien-Austausch berichtete. Auch die anderen 18 Rotary-Austauschschüler hier in Mumbai kennen solche Reaktionen sehr gut. Doch jetzt, nach fast vier Monaten, bin ich immer noch am Leben, hatte noch keine schwere Krankheit und habe auch den starken Monsumregen im August überstanden. Kurz gesagt: Ich genieße jeden Tag meines neuen Lebens und bereue keine Sekunde, dieses Land gewählt zu haben.

Seit meinem Abflug im Juli ist nun schon einige Zeit vergangen, dennoch kann ich mich noch genau an meine Erwartungen, Ängste und zahllosen Abschiedstränen erinnern. Ich flog zusammen mit neun anderen deutschen Jugendlichen her, alle mit den gleichen Gedanken und Hoffnungen. Als wir nach acht Stunden Flug das erste mal indischen Boden betraten, wurde uns schon etwas mulmig, denn nun gab es wirklich kein Zurück mehr. „Wird meine Gastfamilie mich erkennen? Was soll ich sagen?“, waren Fragen, die uns allen durch den Kopf gingen. Doch als ich dann meine Gastschwester Apeksha traf, waren alle Sorgen verflogen. Alles war so anders: das Lenkrad auf der rechten Seite, das Englisch hörte sich wie eine andere Sprache an und die feuchte Monsun-Hitze war auch nicht besonders einladend. Heute kommen mir all diese Dinge so normal vor: Ich friere bei 22 Grad, habe seit meiner Ankunft kein Messer mehr benutzt und Kühe, die beim nicht aufhörenden Straßenlärm in aller Ruhe auf der Straße dösen, gehören für mich zum Alltagsbild.

Auch in der Familie habe ich mich gut eingelebt. Sie besteht neben Apeksha aus meinen Gasteltern, meinem Gastopa und Akarsh, meinem kleinen Gastbruder. Unsere für indische Verhältnisse recht große Wohnung liegt in einem Außenbezirk Mumbais – auch bekannt unter dem alten Namen Bombay. Da sich mein College im Süden der Stadt befindet, muss ich für Bus- und Bahnfahrt etwa 1,5 Stunden einplanen. Die Züge sind für deutsche Verhältnisse unvorstellbar überfüllt. Ich weiß noch genau, wie stolz ich war, als ich das erste Mal allein Zug gefahren bin und es schaffte, auszusteigen. Das ist nämlich das Komplizierteste, vor allem zur Rush Hour. Da mein Unterricht um 13 Uhr beginnt und um 17.30 Uhr aufhört, muss ich genau zu dieser Zeit fahren. Inzwischen habe ich mich so sehr daran gewöhnt, dass ich mir einsam vorkomme, wenn im Abteil anstatt 60 nur 10 Menschen sitzen.

Zurzeit sind zwar Ferien, ich bin aber trotzdem immer beschäftigt: Zweimal wöchentlich gehe ich zum Hindi-Unterricht und habe einen Yogakurs angefangen. Außerdem habe ich viele indische Freunde gefunden, mit denen ich mich oft treffe. Da allein Bombay zirka 17 Millionen Einwohner hat, gibt es dementsprechend viele Rotary-Clubs. Das heißt, dass wir Austauschschüler alle nah beieinander wohnen und oft etwas gemeinsam unternehmen.

Eine Rikschafahrt ist in Bombay stets unterhaltsam. Entweder man steckt im Verkehr fest und wird von vielfältigen Hupgeräuschen umgeben oder während der Fahrt kräftig durchgeschüttelt. Rikschafahrer freuen sich immer, wenn man sich mit ihnen unterhält. Überhaupt freut sich jeder, einen „Firangi“, also einen Ausländer, kennen zu lernen. Ich werde oft angesprochen, alle sind interessiert und bereit, zu helfen. Diese Gastfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft und offene Herzlichkeit begegnet mir hier – anders als in Deutschland – wirklich überall.

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Rotarier fordern Kontinuität im HTI
Dr. Höll, Ostssezeitung, Freitag, 23. September 2005

Dr. Rainer Höll schreibt für den Rotary-Club Usedom zum Weggang Dirk Zaches:

Der Rotary-Club Usedom verabschiedete jetzt sein Mitglied Dirk Zache, der zum Monatsende nach fast zehn Jahren seine Tätigkeit als Direktor des Historisch-Technischen Informationszentrums beenden und an das Westfälische Industriemuseum wechselt. Bei dieser Gelegenheit gab Zache einen Überblick über die Entwicklung des Museums während seiner Tätigkeit und die weit gereiften Pläne, die Trägerschaft des Museums entsprechend dessen internationaler Bedeutung in die Hände einer Stiftung zu legen. Die Rotarier danken Dirk Zache für seine Arbeit, die, nach den Worten eines ehemaligen französischen KZ-Häftlings, Peenemünde von einem Ort des Krieges zu einem Ort des Friedens gemacht hat. Gleichzeitig gaben sie der Erwartung Ausdruck, dass auch die künftige Museumsleitung diese bisherige Konzeption weiterführt, Peenemünde als Bildungsort von internationalem Maßstab zu vollenden. In diesem Sinne unterzeichnete der Rotary-Club ebenfalls den Aufruf der Universität Greifswald.

Rolf-Ingo Ohlemann, Abgeordneter des HGV in der Gemeinde Seebad Heringsdorf, schreibt zu den Bestrebungen, die Namensgebung zu wiederholen:

Gemeindevertreter heben die Hand und erklären danach, sie wussten nicht, worüber sie abstimmen. Nach fast zweistündiger Diskussion, in der alle Abgeordneten das Wort zum Thema Gemeindenamen genommen hatten, wussten einige nicht, worüber sie abstimmten. Und das, obwohl der Wortlaut des Beschlusses laut verlesen wurde.

Das Verfahren war eindeutig: Erstens stand der Name der Gemeinde auf der Tagesordnung. Zweitens wurde ein Antrag durch einen Abgeordneten zum Tagesordnungspunkt gemacht. Und drittens wurde der Antrag wörtlich vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung verlesen. Viertens erfolgte die Abstimmung mit knappem, aber eindeutigem Ergebnis.

Ich bedaure, dass Abgeordnete, die mit dem Abstimmungsergebnis nicht einverstanden sind, die Gemeindevertretung jetzt in die Ecke der Inkompetenz und Biertischpolitiker stellen. Ich erwarte vom Vorsitzenden, dass er die Beschlüsse des Parlaments mit trägt und nicht, auch wenn er vorher anderer Meinung war, Stimmung dagegen macht.

Sollte das Verfahren "Wir wussten nicht, worüber wir abstimmten" Erfolg haben, ist die Frage zu stellen, ob beim Beschluss der Marina alle wussten, worüber sie abstimmten und womöglich auch diese Abstimmung zu wiederholen ist. Ich bin nicht dieser Meinung, aber es läge doch nahe. Ich fordere alle Abgeordneten auf, zur parlamentarischen Arbeit zurück zu kehren und weder durch Aushänge, noch durch Presseveröffentlichungen Beschlüsse zu diskreditieren, die nicht ihrer Meinung entsprachen. Im Interesse unserer Gemeinde und des Vertrauens in ihre Vertretung.

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Rückkehr aus Kalifornien
L.P. Ostseezeitung, Freitag, 12. August 2005

Bansin. Als Austauschschüler des Rotary-Club weilte Robert Wanke für ein Jahr in Clovis, Kalifornien. Nach einer Eingewöhnungsphase in neuer Umgebung beschloss der Kampfsportathlet des Ahlbecker SV Tai Jitsu Gai Jin Do e.V. auch dort seinem Sport nachzugehen. So begann er an der Stanford University mit Teakwondo, ähnlich wie das hier praktizierte Kickboxen, es wird dort lediglich mit etwas veränderten Techniken und Regularien praktiziert, Schläge ins Gesicht sind dort nicht erlaubt, so Robert.

Regelmäßig wurde dort Sparring als Wettkampfvorbereitung betrieben. Dieses Training zahlte sich aus, denn beim Spring-Cup holte er sich die Goldmedaille. Dabei wurde der Junior eine Alters- und Gewichtsklasse hoch gestuft. Statt in der AK bis 18 Jahre/ bis 165 Pfund, musste er sich nun mit den 18-34-jährigen bis 185 amerikanische Pfund messen. Nach einem Knockout gegen einen 25-jährigen Koreaner schaffte er im Anschluss gegen einen Mexikaner einen Punktsieg und freute sich über die internationalen goldenen Ehren. Es war eine schöne Zeit in Kalifornien, so Robert Wanke. Nach seiner Rückkehr Mitte August nahm er in Saalfeld/Thüringen an einem Trainingslehrgang teil und legte seine Prüfung zum 1. Dan ab. Als zehnter Schwarzgurtträger des SV Tai Jitsu Gai Jin Do Ahlbeck musste er nach seiner Rückkehr eine traditionelle Prozedur über sich ergehen lassen. Mit freiem Oberkörper musste Robert eine mit Alkohol gefüllte Schale leeren, wobei seine Danträgerkollegen ihn mit seinem Schwarzgurt auspeitschten.

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Abschied fällt schwer, aber das Neue lockt
Anja Lerch, Ostseezeitung, 6. Juli 2005

Statt sechs Wochen Sommerferien zu Hause zu verbringen, werde ich am Freitag nach Bombay fliegen, um dort für ein Jahr als Rotary  Austauschschülerin zu leben. Inzwischen zähle ich die Tage und werde bald auf das Zählen der Stunden umsteigen. Noch vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass mein Traum in Erfüllung gehen würde. Und auch jetzt kann ich noch nicht fassen, dass ich in ein paar Tagen meiner Heimat den Rücken kehren werde. Damals wusste ich nicht, was alles zur Vorbereitung gehört und wieviel Zeit diese in Anspruch nehmen wird: Bewerbung schreiben, Impfungen und Visum beantragen sind nur einige Beispiele.

Trotzdem habe ich es in keiner Minute bereut, mich zu diesem Schritt entschieden zu haben. Im Gegenteil, ich sehe in diesem Austausch eine Herausforderung, der ich mich ganz stellen möchte. Überraschenderweise lernte ich während meiner Vorbereitungsphase viele neue und nette Menschen kennen und konnte so bereits einiges über Indien und dessen faszinierende Kultur erfahren. Zu wissen, dass es überall hilfsbereite Menschen gibt, erleichtert mir den Abschied von Familie und Freunden sehr. Da mir das jedes Mal schwer fällt, werde ich wohl mit einer großen Ladung Taschentücher zum Flughafen fahren. Doch daran denke ich noch nicht, sondern freue mich auf Indien. Ich sage Tschüß und werde Euch von meinen Erlebnissen berichten.
Statt sechs Wochen Sommerferien zu Hause zu verbringen, werde ich am Freitag nach Bombay fliegen, um dort für ein Jahr als Rotary Austauschschülerin zu leben. Inzwischen zähle ich die Tage und werde bald auf das Zählen der Stunden umsteigen.

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Rotarier für Verkehrseinheit mit Polen
Ostseezeitung, Samstag, 11. Juni 2005 

Insel Usedom. Für ein Zusammenwachsen des Verkehrs auf Usedom und Wollin sprachen sich jetzt Mitglieder des deutschen Rotary-Clubs Usedom und des polnischen Rotary-Clubs Swinemünde bei einem Treffen aus. Beide Seiten wollen künftig dafür eintreten, die politische Meinungsbildung auf beiden Seiten der Grenze in Richtung eines einheitlichen Auftretens gegenüber beiden Regierungen und der EU zu beschleunigen. Die Rotarier wollen sich für Projekte, wie den Wiederaufbau der Bahnlinie Ahlbeck-Swinemünde-Ducherow-Berlin oder die Öffnung der Grenze für Busse und Pkw, einsetzen.

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