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NABU eröffnet Wisentgehege auf Usedom

Was lange währt, wird endlich gut. So dürfte Claus Schönert von der NABU-Regionalgruppe Insel Usedom Ende Juni gedacht haben. Denn der Lehrer im Ruhestand war es, der als Naturschutzbeauftragter der Insel Usedom vor einem viertel Jahrhundert in Sachen Wisentzucht die ersten Kontakte zum Nationalpark Wollin auf der gleichnamigen polnischen Nachbarinsel knüpfte.
Ihm wurden sogar zwei Wisente als Geschenk angeboten, allerdings fehlte es seitens der Verantwortlichen damals an der nötigen Unterstützung. Zwanzig Jahre später wurde von der Nationalparkverwaltung bei einer NABU-Exkursion das einstige Angebot erneuert, ein Wisentprojekt auf deutscher Seite zu unterstützen.

Seitdem ist es vor allem Schönerts ehemaliger Schüler Dirk Weichbrodt, der sich der Wisente annahm. Der Mitarbeiter des Naturparks Insel Usedom und NABU-Aktive ist schon seit Kindestagen von dem großen Waldrind beeindruckt, das bis ins Mittelalter in Vorpommern heimisch war.

So war es zwangsläufig, dass Weichbrodt zum Motor des Zucht- und Schaugeheges für Wisente auf Usedom wurde. Träger des Artenschutzprojektes ist der NABU-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Financier die deutsch-polnische Kommunalgemeinschaft Pomerania. Rund 80.000 Euro flossen von dieser Seite in das 6 Hektar große Gelände am Südostrand der Mellenthiner Heide.

Dort finden die vier neuen Bewohner genügend Platz und eine artgerechte Ausstattung mit Tränke, Futterstelle und schattigem Unterstand vor. Tagsüber befinden sich die zwei-, drei- und fünfjährigen Kühe sowie der sechs Jahre alte Zuchtbulle im 2.000 Quadratmeter großen Schaugehege. Nach Feierabend dürfen Powiew II. und seine Gefährtinnen Pojawinka, Powizyta und Pokemonka ins waldige Außengehege.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 11.07.2004, 10:21 Uhr


 
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