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polnische Gäste auf den Gnitz

Rundum zufrieden waren sowohl Veranstalter als auch Aussteller mit dem zweiten Marktfest, das am vergangenen Wochenende vor dem Neuendorfer Gutshaus auf der Insel Usedom über die Bühne ging.
Gut Tausend Besucher waren da, 700 Würstchen gingen weg, zwei Wildschweine obendrein sowie viele Liter Gersten-, Reben- und Apfelsaft. So herrschte rings um das Lagerfeuer und den zu Bänken umfunktionierten Dachbalken beste Stimmung. Auffallend viele junge Eltern mit ihren Kindern konnte man unter den Festbesuchern ausmachen.

Was Wunder, war doch gerade für die Kleinsten viel geboten auf dem „Abenteuerspielplatz“ im Gutshof. Während sich die Kinder schminken ließen oder es selbst taten, dem Korbmachermeister Heiko Käding tatkräftig beim Weiden hobeln halfen oder sich einfache Musikinstrumente, wie Kronkorken-Rasseln oder Blechdosen-Trommeln, bastelten, konnten Mama und Papa unbeschwert der Live-Musik von Tancredo und Lothar lauschen oder der Musikkonserve aus dem Lautsprecher. Schade nur, dass aus dem Bierwagen Misstöne die Festharmonie störten und durch die dortige zweite Musikquelle Rummelplatzatmosphäre entstand.

Das sollte zumindest den Gästen, die sogar aus Swinemünde den Weg nach Neuendorf fanden, nicht die gute Laune verderben. Ewa Niedzielczyk, die mit ihrem Sohn Michal zum ersten Mal auf dem Gnitz weilte, war besonders von den Kunst-Handwerker-Ständen angetan, die „so viele natürliche Sachen“ feilboten.

Ein Dutzend Aussteller gaben dem Marktfest sprichwörtlich den passenden Rahmen. Die Angebotspalette reichte von Batiktüchern bis zu Töpferwaren. Zur Unterhaltung trugen neben den beiden Barden aus Bömitz auch der Zirkus Rantanplan bei. Die vier jungen Männer aus Karlshagen und Wolgast begeisterten mit Akrobatik, Clownerie und Feuerspucken.

Waren Antje Kesten und Anja Vormann nach dem ersten Marktfest noch skeptisch ob der Fortsetzung in diesem Jahr, freuten sie sich kurz vor Ende des zweiten schon auf das dritte Neuendorfer Marktfest. Dann werden sie viele der Aussteller wieder begrüßen dürfen, die von der „besonderen Atmosphäre“ angetan waren. Für die Töpferin Stefanie Martin war es gar die „beste Veranstaltung, auf der ich dieses Jahr war“. Also, dann schon mal das zweite Juniwochenende 2005 vormerken.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 09.06.2004, 12:27 Uhr


 
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