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Usedomer Ring positioniert sich zum ÖPNV

Zur Vorbereitung seines Wahlprogramms lud kürzlich der Usedomer Ring zum Thema „öffentlicher Personennahverkehr“ ein. Ein gutes Dutzend Interessierter diskutierte mit den Referenten Jörgen Boße und Michael Mißlitz, beide von der Usedomer Bäderbahn, über die Entwicklungsmöglichkeiten von Bus und Bahn in Vorpommern.
Dabei machte UBB-Chef Boße deutlich, dass, „wenn wir uns einig sind, wir auch etwas erreichen können“. Er bezog diese Aussage auf die positive Entwicklung in Sachen „Karniner Brücke“, die vor einem halben Jahr so nicht absehbar gewesen sei.

Jörgen Boße berichtete unter anderem, dass durch das geänderte Preissystem der Deutschen Bahn AG ein Rückgang bei der Zu- und Abreise von 14 auf 8 Prozent hingenommen werden musste. Dennoch konnte die UBB auch im letzten Jahr Zuwächse bei den Fahrgastzahlen auf insgesamt 3,7 Mio. verbuchen.

Bis 2006 sollen mit „Damerow-Strand“ und „Karlshagen-Süd“ noch zwei weitere Haltestellen auf Usedom dazu kommen. Zwischen Wolgast und Züssow seien noch zwei Bahnübergänge zu sichern, damit dort künftig mit 100 km/h gefahren werden könne.

Auf den Einwand der langen Fahrzeiten verwies der UBB-Geschäftsführer auf die mit einer Beschleunigung verbundenen Kosten von rund 4 Mio. Euro, die für zwei weitere Kreuzungsbahnhöfe am Schmollensee und in Bannemin nötig wären. Theoretisch eröffneten diese einen Zwanzig-Minuten-Takt.

Für einen streckenweise zweigleisigen Ausbau, wie ihn der Verkehrsclub Deutschland fordert, sieht Boße zur Zeit keine Chancen. Schließlich habe das Land bislang schon 12 Mio. Euro in das Streckennetz der UBB investiert.

(Fortsetzung zum Busverkehr folgt)


eingereicht von : Dietmar Pühler am 11.05.2004, 11:23 Uhr


 
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