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Marina, Ungereimtheiten und Peinlichkeiten

ver.di lud zur Marina-Diskussion nach Ahlbeck, ließ Veranstaltung aber platzen

Ziemlich erbost gingen die meisten wieder nach Hause. Zu gerne hätten einige ver.di-Mitglieder gewusst, weshalb sich die Dienstleistungsgewerkschaft von den Marina-Befürwortern vor den Karren spannen ließ. Denn der Bürgerinitiative war es erst nach heftigem Protest eines ver.di-Mitglieds in ihren Reihen gelungen, einen BI-Vertreter neben Bürgermeister Kottwittenborg auf das Podium zu bringen.
Doch dazu kam es erst gar nicht. Die Hausmeisterin des Ahlbecker Bürgertreffs empfing die interessierten Bürger mit den Worten „Sie können wieder nach Hause gehen, die Veranstaltung fällt aus.“ Bürgermeister Kottwittenborg, der nur kurz zugegen war, wusste gegenüber Dr. Mäder von der BI zu berichten, dass Karl-Dieter Schmidt vom Veranstalter ver.di einen Kreislaufkollaps hatte und deshalb nicht kommen könne.

Wie zu erfahren war, sollte seitens ver.di die Diskussionsveranstaltung auf die Gewerkschaftsmitglieder im Raum Ahlbeck-Heringsdorf beschränkt bleiben, also keine Öffentlichkeit gesucht werden. Da ursprünglich nur Bürgermeister Kottwittenborg für das Podium vorgesehen war, wandte sich ein Ahlbecker ver.di-Mitglied an die Greifswalder Geschäftsstelle.

Dabei stellte sich heraus, dass ver.di-Mann Karl-Dieter Schmidt weder von der Bürgerinitiative Kenntnis hatte noch im Bilde über die Brisanz des Themas war. Zumindest hat die Gewerkschaft aufgrund dieser Vorgehensweise nun ein Mitglied weniger.

Kritisiert wurde in der Runde vor dem Bürgertreff auch die Informationspolitik der Gemeinde. Denn noch am Mittwochabend war nicht klar, wann und wo die Informationsveranstaltung der Marina-Planer am 17. April genau stattfindet.

Gesprächsthema war ebenfalls der offene Brief von Ex-Bürgermeister Mohr an die Ahlbecker Bürger, in dem dieser fragte „Wird hier eine Initiative zerredet, weil einige glauben, in einer Demokratie kann jeder mitreden?“ Einig war man sich, dass er damit seinem Nachfolger Kottwittenborg eher einen Bärendienst erwiesen hat und die Ahlbecker Bürger unterschätzt.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 16.04.2004, 09:07 Uhr


 
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