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Wenig Begeisterung für Marina Ahlbeck

Ahlbeck. Im Sommer 2003 trat der neue Ahlbecker Bürgermeister Klaus Kortwittenborg mit dem Wahlversprechen an, der Gemeinde einen Seglerhafen am Strand zu bescheren. Seither ist es in dem beschaulichen Seebad nicht mehr so ruhig wie vorher.
Denn es regt sich Unmut gegen die Pläne des Gemeindeoberhaupts. Der Wind weht ihm aus der eigenen Bürgerschaft scharf entgegen, aber auch von den Gemeindevertretern im benachbarten Heringsdorf und jetzt auch vom Tourismusausschuss des Kreises Ostvorpommern. Bei der Februar-Sitzung dieses Ausschusses in Ahlbeck erläuterte Kottwittenborg das weitere Vorgehen in Sachen Marina.

Der Vorsitzende des Tourismusausschusses, Karl-Heinz Schröder, umschrieb vorsichtig seine Skepsis mit dem Verweis auf die ersten Nachwendejahre, als im damaligen Kreistag Wolgast beschlossen wurde, „dass sensibel mit unserer Landschaft umgegangen werden muss. Wir sollten so gestalten, dass es jedem genehm ist.“

Dr. Günter Manthei aus Anklam gab zu bedenken, dass es nur wenige Kilometer weiter in Swinemünde die besten Voraussetzungen für einen Seglerhafen gäbe. Er sei nicht generell gegen eine Marina, aber über den Ort könne man trefflich streiten. Manthei sähe eine Marina lieber in Peenemünde, um im Inselnorden mehr Impulse zu setzen. „Denn im Bereich der Kaiserbäder spielt sich schon genug ab“, so der Anklamer weiter. Schließlich stellte er die Frage in den Raum, ob mit den Planungen nicht das Gegenteil erreicht werde, wenn in die einmalig schöne Küste eingegriffen wird.

Dass das Marina-Projekt von den Seebadbewohnern kritisch verfolgt wird, machte auch der Ahlbecker Peter Martellock, Mitglied im Kreistag und Tourismusausschuss, deutlich. „Mich hat anfangs die Monstrosität gestört, die im Gespräch war,“ so der Abgeordnete. Er signalisierte allerdings Gesprächsbereitschaft bei einer kleineren Lösung. Er erinnerte auch an den Bau der Seebrücken, durch die es zu Veränderungen im Strömungsverhalten kam und das bei einem im Verhältnis relativ kleinen Baukörper.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 11.02.2004, 10:43 Uhr


 
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