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Cross-EM auf Usedom, Teil 2:
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Heringsdorf. Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Europäischen Leichtathletikverbandes (EAA), des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) fiel so etwas wie die Vorentscheidung bei der Streckenwahl für die Cross-Europameisterschaften im Dezember auf Usedom. |
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Noch sind beide Optionen (Seebad-Variante und Schloonsee-Areal) im Rennen, doch setze eine Schleife mitten durchs Seebad einen immensen technischen Aufwand voraus, wie der NDR-Sportredakteur Günther Betz deutlich machte. Die Strecke wäre mit unseren acht eigenen Kameras gar nicht zu erfassen. Wir bräuchten dann mindestens zwölf, doch Anmieten wird teuer. Für den Fernsehmann wäre eine Streckenführung durch Heringsdorf dennoch interessant, da attraktivere Bilder eingefangen werden könnten und der Verlauf auch wettertoleranter sei. Davon konnten sich bei der Begehung alle Beteiligten überzeugen, da am Schloonsee keiner trockenen Fußes davon kam. Für Massimo Magnani von der EAA bietet das Gelände südlich des Schloonsees alle Möglichkeiten für eine gute Organisation. Er war es zwar, der den Innerortparcours ins Gespräch brachte, doch sieht auch er darin eine große Herausforderung und gestand ein, dass der Lauf im Seebad nur schwer zu organisieren sei. Er werde aber seinen EAA-Kollegen von beiden Varianten berichten, um ein abgestimmtes Votum für die endgültige Strecke zu bekommen. Doch machte er kein Hehl daraus, dass er das Gelände am Schloonsee präferiere. Hier ließe sich auch der anspruchsvollere Laufparcours mit 18 Metern Höhendifferenz abstecken. |
Die DLV-Vertreter Detlef Uhlemann aus Düsseldorf (Bundestrainer für den Cross-Bereich, und selbst Cross-WM-Dritter 1977), Lutz Zauber (Berlin) sowie Wilfried Raatz (Darmstadt, Cross-Beauftragter) sprachen sich für eine kompakte Streckenführung mit einer 1.000-Meter-Schleife und einer steileren 1.500-Meter-Runde aus. Für die Renndramaturgie und somit auch für die Zuschauer an der Strecke und am Fernseher wäre es nachteilig, wenn sich das Läuferfeld auf der extrem selektiven Strecke schon auf der ersten Runde auseinander zöge, wie dies bei der letzten Cross-EM in Edinburgh der Fall war. Günther Betz vom NDR konnte den Verbandsvertretern abschließend kein Versprechen machen, dass die Hauptläufe im Nachmittagsprogramm der ARD gesendet werden. Da sich ARD und ZDF bei den sonntäglichen Sportübertragungen abwechselten, sei heute noch nicht klar, ob am Cross-EM-Wochenende die ARD überhaupt an der Reihe sei. Zumindest in N3 würden alle Läufe live ausgestrahlt. Außerdem wird der Sender für einige ausländische TV-Anstalten die Live-Übertragungen gewährleisten. |
Dietmar Pühler