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Lotsenturm-Hotel in Karnin bietet Traumaussicht

Karnin/Insel Usedom. Die Insel Usedom hat eine neue Attraktion. Nach sechsmonatiger Umbauzeit ist am Sonnabend das «Lotsenturm-Hotel» in Karnin eröffnet worden. Dort, wo früher rund um die Uhr sechs ortsansässige Lotsen im Schichtdienst ihren Job versahen, können künftig wohlbetuchte Paare hoch über dem idyllischen Haffufer ihre Seelen baumeln lassen.

Ihnen steht in dem 22 Meter hohen Turm mit seiner bis zu sechzig Zentimeter dicken Mauer ein durchgestyltes Minihotel zur Verfügung, das durch modernes und schlichtes Design besticht. Gleich hinter der Eingangstür empfängt ein runder Holzzuber mit integriertem Whirlpool die Gäste. Vom Bad aus geht es 36 Stufen hinauf zur ersten Zwischenebene. Sozusagen auf halber Höhe wird genächtigt, selbstredend auf einem runden Bett, wahlweise mit Blick auf das Haff zur Rechten oder geradeaus auf den Flachbildschirm an der Wand.

Weitere 40 Treppenstufen aufwärts ist das Herz des Turmhotels erreicht. Die Licht durchflutete Lounge, natürlich mit rundem Sofa und Tisch, bietet einen grandiosen Rundblick über das Haff und den Usedomer Winkel. Vom Turmzimmer aus gelangen die Gäste auch auf den umlaufenden Balkon, auf dem sich die frische Frühlingsluft genießen lässt.

Turmherrin Heike Wittenbecher, die als Architektin die Inneneinrichtung gestaltete, hat sich mit dem Lotsenturm einen Traum erfüllt. „Wir wollten schon immer einen Turm haben“, erzählt die junge Frau, die von ihrem Schwiegervater erfuhr, dass der Lotsenturm in Karnin im Internet versteigert werden sollte. Doch die Stadt Usedom nahm laut Bürgermeister Jochen Storrer wieder Abstand davon, da man Sorge hatte, der Turm könnte in die falschen Hände geraten.

Glück für die Wittenbechers, die so im Juli 2007 den Lotsenturm für 85.000 Euro erwerben konnten. Weitere rund 85.000 Euro mussten sie in die Sanierung des Bauwerks stecken, damit es nun den Ansprüchen eines Minihotels gerecht werden kann. Heike Wittenbecher rechnet vor allem mit Gästen, die sich gerne mal einen Kurzurlaub ohne Anhang gönnen wollen oder auch mit Hochzeitspaaren, die sich den Turm für ihre Hochzeitsnacht reservieren möchten.

Zur Vermarktung will die Berlinerin mit der UTG und Hotels auf der Insel kooperieren. UTG-Geschäftsführer Bert Balke sieht in dem Lotsenturm ein weiteres Wahrzeichen für das Usedomer Achterland. Er räumt dem Turmhotel gute Chancen bei der Vermarktung ein, auch im Zusammenhang mit dem dort vorbeiführenden Radfernweg.

Das Turmhotel hat zwar keine Rezeption. Dafür empfängt die Besitzerin der benachbarten Haff-Schänke ankommende Gäste mit dem Turmschlüssel und den nötigen Instruktionen. Sie stellt auch allmorgendlich das Frühstück auf die unterste Treppenstufe. Auf Wunsch steht den Gästen darüber hinaus ein Dinner-Service zur Verfügung. Weitere Informationen: www.lotsenturm-usedom.de


eingereicht von : Dietmar Pühler am 06.04.2008, 00:40 Uhr


 
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