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Historische Gesellschaft stellt 2008 die Delbrücks in den Mittelpunkt
Zudem plant die Gesellschaft, im Erdgeschoss der Villa Irmgard das Eingangsportal der alten Kaiser-Wilhelm-Seebrücke nachzubilden. Das Modell soll 2,50 m hoch, 1,00 m tief und 2,00 m breit sein. Dahinter werde durch Verspiegelungen die Seebrücke im Zustand des Jahres 1910 zu sehen sein. Spalink rechnet mit Kosten von ca. 8.000 Euro, die über Spenden und Zuschüsse zusammen getragen werden sollen.
Die Historische Gesellschaft werde sich am 17. Mai außerdem an der Feininger-Veranstaltung in Heringsdorf beteiligen, teilte Spalink mit, der darauf hinwies, dass Feininger bereits vor zwei Jahren anlässlich seines 50. Todestages von der Historischen Gesellschaft geehrt wurde.
Nach dem Vortragszyklus über Kaiser Wilhelm II. im vergangenen Jahr soll auch 2008 wieder eine solche Reihe stattfinden. Der Fokus werde dabei auf die Familie Delbrück gerichtet sein. Dazu habe sich die Neuseeländerin Margaret Sutherland, eine Ziehtochter von Elisabeth Delbrück, angekündigt, um über die Delbrücks zu referieren. Neben der Familie sollen auch die Architektur der Delbrück-Villen und die Gründung der Deutschen Bank beleuchtet werden.
Für Diskussionsstoff sorgte ein Antrag auf Ehrenmitgliedschaft von Dr. Torsten Stein und Dr. Wilhelm Pantenius. Die beiden schlugen vor, Prof. Dr. Wolfgang Stribrny aus Bad Sobernheim damit zu würdigen, weil dieser sich große Verdienste um die Historische Gesellschaft erworben habe. Stribrny gilt Stein zufolge als exzellenter Preußenkenner. Zudem habe er ihn als liebenswerten und verbindlichen Menschen bei seinen Preußenvorträgen kennen gelernt. Ganz anderer Meinung war hingegen Vorstandsmitglied Marianne Usko-Meißner.
Die Berliner Journalistin kritisierte Stribrnys Engagement für die Wiedereinrichtung der Monarchie unter der Führung der Hohenzollern. „Wir wollen doch das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen. Diese Ausrichtung mit dem Zollernkreis, den er gegründet hat, schmeckt mir nicht“, so Usko-Meißner. Mit ihrer Meinung stand sie allerdings ziemlich alleine da. Dr. Stein verteidigte seinen Antrag damit, dass keiner ernsthaft davon ausgehe, dass Deutschland wieder eine Monarchie werde. Zudem solle man die Bedeutung der Historischen Gesellschaft nicht überbewerten. Heinz-Egon Achterkerke betonte: „Lassen Sie uns bloß die Politik raus.“ Letztendlich setzten sich die Befürworter einer Ehrenmitgliedschaft für Stribrny mit 8:1 Stimmen bei einigen Enthaltungen durch.