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Braunschweiger Unternehmer gründet Stiftung auf Usedom

Insel Usedom. Mit einem Vermögen von 2 Millionen Euro in Form von Immobilien hat der Braunschweiger Maschinenbauunternehmer Heinz-Egon Achterkerke, der mehrere Häuser im Seebad Heringsdorf besitzt, eine Stiftung für Usedomer Kinder gegründet. Am vergangenen Freitag stellte der Wahl-Usedomer in der Heringsdorfer Villa Achterkerke die neue Stiftung vor. Mit dabei waren Kurdirektor Dietmar Gutsche und der ehemalige Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Tilo Braune, die beide dem zurzeit dreiköpfigen Stiftungskuratorium angehören.
Wie der Unternehmer ausführte, habe er sich mit seiner Stiftung bewusst für Usedom entschieden, da es in Braunschweig 120 Bürgerstiftungen gebe, während ihm auf der Insel noch keine einzige bekannt sei. Die Achterkerke-Stiftung habe sich die Förderung von begabten Kindern aus einkommensschwachen Familien auf die Fahnen geschrieben, ließ er weiter wissen. Für diese Kinder und Jugendlichen können etwa Schulgeld, Vereinsbeiträge, Schulausrüstungen und Studiengebühren übernommen werden.

Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Grundschulen zu. Dort soll die Begabtenförderung einsetzen und die Geförderten bis zu ihrem Studienabschluss begleiten werden. Neben dieser individuellen Förderung will die Achterkerke-Stiftung auch die sozialen Kompetenzen stärken und gesellschaftliche Werte vermitteln. Dazu ist vorgesehen, dass Mentoren engagiert werden, die in Kindergärten und Schulen Erzieherinnen und Lehrer trainieren und Kinder zu Schülerschlichtern machen.

In das Stiftungsvermögen hat der Braunschweiger neben der Villa Achterkerke noch zwei Wohnungen in der Villa Kramme, die sich ebenfalls in der Heringsdorfer Kulmstraße befinden, eingebracht. Die kompletten Einnahmen aus der Ferienvermietung dieser drei Immobilien werden laut Achterkerke in die Stiftung einfließen.

Der Greifswalder Tilo Braune, der als ehemaliger Präsident des Deutschen Tourismusverbandes der Insel besonders verbunden ist, freut sich auf seine künftige Aufgabe im Kuratorium. „Als Psychiater weiß ich um den Wert sozialer Kompetenzen, um Platz in unserer Gesellschaft zu finden“, meinte er mit Blick auf das Stiftungsmotto „Chancengleichheit + soziale Kompetenz = Zukunft“. Er begrüßt auch die geplanten Aktivitäten „Schritte gegen Tritte“. „Gewaltprävention hat ja auch mit Aktionen gegen Rechts zu tun“, betonte Braune.

Heinz-Egon Achterkerke, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, erfuhr nach eigenen Aussagen in jungen Jahren selbst die Förderung als Fußballtalent. Das was ihm damals zugute gekommen sei, wolle er heute anderen zurückgeben, sagte er zu seinen Motiven. Seine Stiftung werde deshalb auch Vereine unterstützen, die Kindern ein Zuhause bieten. Denn, „Kinder, die im Sport erfolgreich sind, sind auch in der Schule erfolgreich“, so seine eigene Erfahrung.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 10.03.2008, 13:28 Uhr


 
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