News
Eva-Maria Viebeg zeigt Bilder aus dem weiten Russenreich
Die Künstlerin studierte Theaterwissenschaften und arbeitet seit 1973 als freischaffende Malerin. 1974 unternahm Eva-Maria Viebeg eine Reise nach Tadschikistan, drei Jahre später eine weitere zur Druschba-Trasse. Ihre Begegnungen und Eindrücke „aus dem weiten Russenreich“ hat sie in vielen Skizzen festgehalten, die später als Vorlagen für die farbenkräftigen Ölgemälde dienten, von denen nun eine kleine Auswahl in der Villa Irmgard ausgestellt ist.
Die Bilder drücken ein Gefühl von Schwermut und Tiefe aus, sie zeigen das, was die „russische Seele“ prägt: endlose Landschaften, verschneite Dörfer, windzersauste Bäume. Weites Russland eben. Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich den Bühnenbild- und Kostümentwürfen für Maxim Gorkis „Wassa Schelesnowa“ in der Inszenierung von Eva-Maria Viebegs Ehemann Friedo Solter. Die Musik zum Schauspiel über die „eiserne Lady“ schrieb Leopold Solter, der bei der Vernissage einige Stücke davon auf dem Klavier zu Gehör brachte.
Die Ausstellung von Eva-Maria Viebeg in der Villa Irmgard ist auch als Hommage an Maxim Gorki zu verstehen, dessen 140. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Der russische Schriftsteller verbrachte den Sommer 1922 in diesem Haus, wo er seine Tuberkulose auskurierte und den dritten Teil seiner Autobiografie „Meine Universitäten“ schrieb.