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17.000 Unterschriften gegen Kohlekraftwerk übergeben
Allein 4.000 Protestunterschriften überreichte Torsten Jelinski von der Rüganer Bürgerinitiative, die restlichen 13.000 Michael Woitacha von der Usedomer BI Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin.
Woitacha forderte den Ministerpräsidenten bei der Unterschriftenübergabe zu einem Gespräch mit den Kraftwerksgegnern auf. Außerdem ließ er den Landeschef wissen, dass die Vorbereitungen für eine Volksinitiative angelaufen seien. Anfang Februar soll es losgehen mit der Unterschriftensammlung. Sollte das nötige Quorum zusammenkommen, hat dies zur Konsequenz, dass sich das Landesparlament erneut mit dem Steinkohlekraftwerk befassen muss.
An der vorausgegangenen Demonstration nahmen rund 200 Kraftwerksgegner aus ganz Vorpommern teil. So waren Mitglieder der vier Bürgerinitiativen aus Lubmin, Greifswald, Rügen und Usedom ebenso vertreten wie Hoteliers von den beiden großen Ferieninseln. Lubmins Bürgermeister Klaus Kühnemann brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, „dass uns die Politik endlich wahrnimmt und dem Kraftwerk ein schnelles Ende bereitet“.
Immerhin folgte der Ministerpräsident der Aufforderung der Demonstranten, die lautstark „Raus kommen“ skandierten, und nahm die Unterschriften entgegnen. Woitacha wertete dies als Angebot einer Gesprächsbereitschaft. „Es zeigt, dass Herr Ringstorff noch ein bisschen Größe hat“, war sein Kommentar. Ein anderer Demo-Teilnehmer meinte, „dass die Basisdemokratie doch noch nicht gestorben ist“.