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Chinesische Tonkrieger erobern die Insel Usedom

Ückeritz. Über 150 lebensgroße Terrakotta-Krieger aus der Grabanlage des ersten chinesischen Kaisers Shi Huang Di bringen seit kurzem einen Hauch Fernost auf die Insel Usedom. In zwei großen Ausstellungszelten unmittelbar an der B 111 macht in Ückeritz die außergewöhnliche Schau „Armee der Tonkrieger“ noch bis Ende Oktober Station.

Die Ausstellung sei deutschlandweit die einzige dieser Art, versichert Clas Schröder, der die Tonkrieger gemeinsam mit Mark Flüteotte an die Ostsee holte. Die beiden kommen von der Insel Fehmarn, wo Schröder bereits die Physikausstellung zum Mitmachen „Experimenta Fehmarn“ und die Ausstellung „Planet Erde“ betreibt. Der Schleswig-Holsteiner plant darüber hinaus, in Ückeritz direkt neben den Museumszelten ein kleines Meeresmuseum zu errichten. Er hofft noch im Herbst 2007 auf die Baugenehmigung.

Dass der Standort günstig für eine museale Einrichtung ist, zeigt das ständige Kommen und Gehen in der Sonderausstellung über das gigantische Mausoleum des ersten Kaisers von China. Rund 700.000 Arbeiter sollen in mehr als vierzig Jahren Bauzeit eine Armee aus 8.000 Tonkriegern geschaffen haben, die das Grab des Kaisers bewachen. Die erst 1974 von einem Bauern beim Brunnenbau entdeckte über 2000 Jahre alte Grabanlage gilt mittlerweile sogar als das „8. Weltwunder“.

Auf Usedom können die Besucher in sieben Räumen einen Eindruck von den Ausgrabungsarbeiten bekommen, kleine Exponate wie Masken, Gebrauchsgegenstände und antike chinesische Waffen bestaunen. Ausführliche Informationstafeln ergänzen die Ausstellung, in deren Mittelpunkt natürlich die Repliken von 150 Terrakotta-Soldaten stehen, die eine der beiden Hallen gänzlich ausfüllen.

Die Sonderausstellung zeigt darüber hinaus Quadrigen, Pferde, Offiziere und den Kaiser höchst selbst als lebensgroße Terrakotta-Figuren. Kinder kommen ganz besonders auf ihre Kosten, denn sie dürfen am Ende des Rundganges auf Schatzsuche gehen. In einem großen Sandkasten sind kleine Halbedelsteine versteckt, von denen jedes Kind fünf schürfen und mit nachhause nehmen darf. Die Ausstellung hat täglich zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet. Ab September schließt die Schau bereits um 18 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schließung.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 28.08.2007, 12:16 Uhr


 
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