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Volle Hütte beim 10. Usedomer Jazz-Festival

Heringsdorf. Gut Tausend Jazz-Fans lockte am vergangenen Sonnabend die zehnte Auflage von „Jazz auf dem Bahnhof“ nach Heringsdorf. Erstmals sorgten vier Bands für eine lange Jazz-Nacht, die erst um 2 Uhr mit einer Jam-Session endete. Eröffnet wurde das Jubiläumsfestival am Freitagabend im Bahnhofsrestaurant „Stellwerk“. Dorthin hatte der Verein „Jazz auf Usedom e.V.“ seine langjährigen Sponsoren, Unterstützer und Partner zu einem kleinen Empfang geladen. Nach dem kalten Buffet von Küchenchef Jörg Gleisner (Aurelia-Hotel St. Hubertus) begaben sich die rund sechzig Gäste in den Jazz-Keller, wo anschließend die Andreas Pasternack-Group für gute Stimmung sorgte.

Im Rostocker Quartett überzeugte neben Bandleader Pasternack (Saxofon) vor allem Schlagzeuger Walter Martinez. Der Kubaner beeindruckte mit seinen rhythmusbetonten Soli insbesondere bei den Samba- und Salsa-Stücken der Pasternack-Group.

Zuvor hatte Kurdirektor Dietmar Gutsche dem Vorsitzenden des Jazz-Vereins, Lothar Wilke, für zehn Jahre internationalen Jazz auf dem Bahnhof gedankt. Gleichzeitig stellte er in Aussicht: „Wir werden Sie auch in den nächsten zehn Jahren unterstützen.“

Dann soll das Festival allerdings einen etwas anderen Zuschnitt bekommen. So unterzeichneten am Rande des Auftaktkonzertes Lothar Wilke und Andreas Pasternack eine Vereinbarung, nach der in den Tagen vor dem nächstjährigen Festival (zweite Juni-Woche) ein Workshop mit Musikstudenten durchgeführt werden soll. Die jungen Leute sollen dann das Einstudierte am Festivalabend als Big-Band unter der Leitung von Pasternack zum Besten geben.

Nicht ganz geglückt war die Verlängerung der Sonnabend-Veranstaltung weit über Mitternacht hinaus. Es sollte sich herausstellen, dass nur ein kleiner Teil der hart gesottenen Jazzfreunde bis zur Session der Papa Binnes Band (Berlin) mit dem Korybalski-Quartett (Warschau) blieb. „Nächstes Jahr gibt es wieder um Mitternacht die Session“, legte sich Lothar Wilke schon mal fest. In seinem Resümee während des Jazz-Frühschoppens am Sonntagmorgen vor gut hundert Zuhörern zeigte er sich zufrieden mit der Besucherresonanz, die besser als in den Vorjahren war. Auch die Atmosphäre sei sehr gut gewesen, so der Festivalchef. Vor allem bei den Auftritten von „Black Bottom“ (Berlin) und der Dresdner Show-Band „Top Dog Brass Band“ vor voller Hütte war die Stimmung auf dem Siedepunkt.

Erfreut zeigte sich Wilke auch von der Bewirtung im „Stellwerk“, das seit kurzer Zeit von der Aurelia-Gruppe betrieben wird. Dort soll es ab September auch wieder Jazz-Club-Veranstaltungen geben, die bekanntlich im Frühjahr ausfallen mussten, als das „Stellwerk“ ohne Pächter war. Der nächste Termin steht bereits fest. Am 14. September wird die dänische Formation „QUARTz“ zum zweiten Mal auf die Insel Usedom kommen.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 10.06.2007, 17:24 Uhr


 
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