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Tag der Umwelt war der letzte Arbeitstag

Forstamtsmitarbeiterin Carola Schiemanowski geht in Ruhestand Neu Pudagla. Einen passenderen Anlass hätte sich die Forstbeamtin Carola Schiemanowski für ihren letzten Arbeitstag gar nicht aussuchen können. Denn am „Tag der Umwelt“ (5. Juni) leitete sie noch einmal die Umweltrallye durch den Wald für die Grundschule Koserow. Dafür hatte sie extra noch ihren Resturlaub umverteilt, da sie schon vor langer Zeit der Lehrerin Astrid Miller versprochen hatte, das Wald-Quiz durchzuführen.

Gleichzeitig gab Carola Schiemanowskis Nachfolgerin Sylvia Schulz, die nach fünfeinhalb Jahren auf der Insel Rügen ihren Einstand. Sie wird künftig im Forstamt Neu Pudagla für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein, aber auch für Fördermittelanträge, Waldbesitzerberatung, Pachtangelegenheiten, Statistik und den Wildmarkt. Schulz wird natürlich auch die bekannten Veranstaltungen wie den Frühjahrs- und Weihnachtsmarkt organisieren und für die bald anstehenden vier Waldkonzerte verantwortlich zeichnen.

Für Carola Schiemanowski gingen mit dem Tag der Umwelt zwölf Jahre beim Forstamt Neu Pudagla zu Ende. Die Thüringerin, die seit 1969 an der Küste lebt, war seit 1984 in der Forstwirtschaft tätig, unter anderem von 1992 bis 1995 beim damaligen Universitätsforstamt Eldena. Danach wechselte sie nach Neu Pudagla. Gerne erinnert sich die 60-Jährige aber auch an die vier Jahre beim Naturpark Insel Usedom zurück. Dort war sie von 2000 bis 2004 für die zehn Mitarbeiter der Naturwacht zuständig, die wie sie von der Forstverwaltung „ausgeliehen“ wurden.

Als die schönen Momente in ihrer Tätigkeit beim Forstamt nannte sie die vielen Veranstaltungen. Die seien zwar im Vorfeld immer ganz schön aufregend und stressig gewesen, doch „wenn dann die Veranstaltung läuft und klappt, wird man für den Aufwand entschädigt“. Das war natürlich auch bei der letzten Umweltrallye so, wo trotz mehrerer Regengüsse alle am Schluss richtig zufrieden waren.

Für Carola Schiemanowski hat nun der zweite Teil ihrer Altersteilzeit begonnen. Nach viereinhalb Jahren Vollzeitjob mit reduziertem Gehalt hat sich jetzt die Ruhephase mit den gleichen Bezügen wie zuvor angeschlossen. Die freie Zeit nach dem aktiven Berufsleben ist allerdings schon gut verplant. So steht als erstes der Besuch bei der 85-jährigen Mutter in Thüringen an. Genau so freut sich die Zinnowitzerin darauf, bald ihr Enkeltöchterchen Dorothea im pfälzischen Freinsheim für eine Woche wiederzusehen.

Doch die meiste Zeit im Sommer wird sie mit ihrem Mann im Wolgaster Kleingarten am Ziesaberg verbringen. Der ist schon seit 27 Jahren das Refugium der Eheleute Schiemanowski. Aber auch an der Zinnowitzer Promenade wird man sie sehen. „Da werde ich die vielen schönen Veranstaltungen genießen“, so die Vorruheständlerin. Nicht ausgeschlossen ist natürlich auch, dass man Carola Schiemanowski schon bald in Neu Pudagla wiedersieht, etwa bei einem der vier Waldkonzerte.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 06.06.2007, 13:09 Uhr


 
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