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Straußenpark Pudagla öffnet bis Oktober seine Tore

Alpaka und Lama sind die neuen Attraktionen im Gehege.
Pudagla. Himmelfahrt war einmal mehr der traditionelle Eröffnungstag im Straußenpark zwischen Pudagla und Neppermin. Während die Umgebung mit Kiesgruben, Motocross-Strecke und wilden Müllhalden wenig einladend ist, ändert sich der Eindruck beim Betreten des neu gestalteten Straußengeheges grundlegend. Zwitschernde Piepmätze lassen vermuten, man befinde sich im Vogelpark Marlow. Doch anders als dort, wird in Pudagla nur eine Vogelart zur Schau gestellt, Strauße eben. Die restliche Vogelschar hat sich von selbst eingestellt. Für sie sind die Futterkrippen der afrikanischen Laufvögel schlichtweg das Paradies auf Erden.

StraussVor fünf Jahren begannen Alfred und Sabine Feike aus Heringsdorf damit, sich mit ihrem Straußenpark eine sinnvolle Beschäftigung für die Zeit nach dem aktiven Berufsleben aufzubauen. Mittlerweile ist auch Tochter Katharina mit eingestiegen. Sie brachte gleich noch zwei Vierbeiner in das 5,5 Hektar große Schaugelände mit. Pandori und Filou heißen die beiden Fünfzehnjährigen. Ersterer ist ein Alpakahengst, letzterer ein weißes Lama.

Die Juniorchefin des Straußenparks, die sich als heimat- und naturverbunden bezeichnet, möchte gerne eine Alpakaherde mit sechs Stuten aufbauen. Die Neuweltkamele liefern bekanntlich die Wolle für besonders flauschige Pullover. Der besondere Effekt der Alpakawolle rührt daher, dass die Fasern wesentlich feiner sind als die von Schafen. Katharina Feike hat darüber hinaus die Wunschvorstellung, einen Betrieb auf Usedom zu finden, der die Alpakawolle weiter verarbeitet.

Bei den Straußen hat das bereits geklappt. Denn sowohl eine Metzgerei in Heringsdorf als auch in Usedom produzieren für die Feikes Straußenwurst. Jährlich im Frühjahr müssen dafür drei Strauße aus dem Pudaglaer Gehege ihr Leben lassen. Doch das Gros an Straußenfleisch, das in Form von Steaks, Filets oder Leberwurst über den Tresen des Hofladens geht, stammt aus der Schlachterei vom Gut Owstin bei Gützkow.

Im fünften Jahr erscheint der Straußenpark in einem neuen Gewand. Denn mittlerweile sind der Hofladen und der Imbiss an den höchsten Punkt des welligen Geländes umgezogen. Dort sind sie, wie die Alpaka- und Lamaställe, in alten Armeebunkern untergebracht. Davor können in einem Zelt die Straußenprodukte verkostet werden oder bei schönem Wetter eben im Freien.

Der Straußenpark Pudagla beherbergt derzeit 26 Strauße in fünf Gehegen. Abgetrennt vom Rest der Herde sind seit wenigen Tagen der fünfjährige Hahn Johann und zwei von ihm Auserwählte, die mit dem Brutgeschäft begonnen haben. Tagsüber brüten die grau gefiederten Hennen, nachts ist der schwarze Johann an der Reihe. Die Farbgebung der Tiere ist also nicht rein zufällig. Mitte Juni kann, wenn alles gut geht, erstmals mit Nachwuchs gerechnet werden. Doch unabhängig davon, wie erfolgreich die Brut verläuft, wird es ab Juni wieder zehn zugekaufte Straußenküken in einem Extra-Gehege zu bewundern geben. Der Straußenpark ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 21.05.2007, 12:54 Uhr


 
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