News
3. Kaiserbäder-Pleinair endet mit Ausstellungseröffnung in der Villa Irmgard
Absolut zufrieden mit der dritten Auflage von „Sieben malen am Meer“ war die stellvertretende Kurdirektorin Karin Lehmann. „Die Ausstellung heute zeigt in differenzierter Weise den Einfluss der Küstenlandschaft und der Bäderarchitektur auf die Ausarbeitung ästhetischer Strukturen in Linie, Farbe und Fläche“, so ihr künstlerisches Urteil.
War im vergangenen Jahr die Bäderarchitektur thematisch vorgegeben, so waren die Künstler in den vergangenen Tagen völlig frei in ihrer Motivwahl. Doch bis auf wenige Bilder spiegelten fast alle Strand-, Meeres- und Steilküstenmotive zwischen Ahlbeck und Bansin wider.
Heraus kamen Bilder, die von farbiger Lebendigkeit bis zur düsteren Melancholie reichten. So verewigte der Münchner Kai Feldschur unter anderem den Kiosk und die Hüpfburg am Heringsdorfer Fischerstrand in lebhaften Farben. In dessen Nähe hatte es der Piratenspielplatz dem Holländer Edwin Hagedoorn angetan. Beeindruckt von der Komposition dieses Bildes zeigte sich Wolf Horter aus Zinnowitz. Der Hobbymaler meinte, von den Profis noch so einiges dazulernen zu können.
Am Abschlussabend bekannte der Berliner Maler Frank Suplie, dass er einen sonnigen Himmel bevorzuge, der für reichliche Kontraste sorgt. Seinem Hamburger Kollegen Lars Moeller wiederum kann es gar nicht wolkig genug sein, um die Naturgewalten mit schäumenden Wellen plastisch festzuhalten. Entsprechend konträr fallen auch deren Bilder aus, was aber der gegenseitigen Wertschätzung keinen Abbruch tut. Suplie meinte bei der Vernissage gar augenzwinkernd, dass er einmal seinen Kollegen gefragt habe, ob er ihm die Wellen auf seinem Bild zu Ende malen könne.
Ein Wermutstropfen lag allerdings über der siebentägigen Landschaftsmalerei. Die Bulgarin Vessela Posner musste mit einem Fußbruch vorzeitig die Heimreise antreten. Wie sie war auch Annedore Dietze erstmals Pleinair-Teilnehmerin auf Usedom. Sie ließ Karin Lehmann wissen: „Die Woche war total schön. Danke für alles“. Sigurd Wendland schließlich dankte für die „tolle Unterkunft“ in der Villa Aurelia und die von dort zur Verfügung gestellten Fahrräder.
Für ihn dürfte das Pleinair allerdings gerne wieder zehn Tage dauern wie im Vorjahr: „Sieben Tage sind zu kurz, zumal es nur sechs Tage zum Malen waren“. Die Ausstellung „Sieben malen am Meer“ ist bis zum 22. Juni täglich außer montags in der Villa Irmgard zu sehen, danach geht sie nach Hamburg und Berlin.