News

UBB rechnet im August mit Baubeginn in Swinemünde

1Bäderbahn-Chef Jörgen Boße sieht gute Chancen für Karniner Südanbindung. Heringsdorf. Nach vielem Hin und Her scheint die Verlängerung der Usedomer Bäderbahn-Strecke bis nach Swinemünde doch noch in Sichtweite zu sein.
UBB-Geschäftsführer Jörgen Boße ist guter Dinge, dass in den nächsten Wochen die Baugenehmigung für die 1,6 Kilometer lange Trasse auf polnischem Territorium vorliegen wird. Damit wäre der Weg frei, um die Baufahrzeuge anrücken zu lassen. Allerdings müssen sich die Bauarbeiter noch bis zum 1. August gedulden, denn bis dahin darf nach polnischem Recht kein Baum gefällt werden. So will Boße zunächst am künftigen Haltepunkt Swinemünde mit der Errichtung des Bahnsteiges beginnen. Denn die Zeit drängt. Zum einen müssen die Fördermittel der Pomerania für die 2,4 Mio. Euro teure Investition noch in diesem Jahr abgerechnet sein und zum anderen soll pünktlich mit Beginn des nächsten Jahres der erste Zug über den jetzigen Endhaltepunkt Ahlbeck-Grenze hinaus rollen. Werbung für diese Streckenverlängerung, aber insbesondere für die Wiedererrichtung der so genannten Südanbindung über Karnin machte Jörgen Boße am vergangenen Sonnabend, als er gemeinsam mit dem DB-Konzernbevollmächtigten für Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Joachim Trettin, und 18 überregionalen Pressevertretern über die Insel fuhr. Vor der Kulisse der Karniner Brückeimg_0466.sized informierte Boße die Journalisten darüber, dass im Sommer eine vom Landkreis in Auftrag gegebene Nutzen-Kosten-Analyse zum Wiederaufbau der Eisenbahnlinie Ducherow-Karnin-Swinemünde vorliegen werde. Gleichzeitig machte er auch deutlich, dass es bereits positive Signale von der Europäischen Union gebe. Laut Boße könne die rund vierzig Kilometer lange Strecke samt neuer Brücke über den Peenestrom zügig gebaut werden. Für die eingleisige, elektrifizierte Variante sei mit rund 110 Mio. Euro zu rechnen, für einen zweigleisigen Ausbau mit ca. 160 Mio. Euro. Nach wie vor sei eine Realisierung bis 2015 möglich, sofern die Politik es wolle, meint Boße. Dann würde die „Badewanne Berlins“ bis auf zwei Stunden und zehn Minuten an die Hauptstadt heranrücken. Damit wäre die Bahn dem Auto konkurrenzlos überlegen.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 09.05.2007, 22:30 Uhr


 
Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung