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Erstmals eine Woche Usedomer Jazz-Festival

Zum Jubiläum spendiert Kurverwaltung fünf Tage Jazz an der Promenade
Insel Usedom. Das Usedomer Jazz-Festival feiert am zweiten Juni-Wochenende ein rundes Jubiläum. Zum zehnten Mal lockt dann „Jazz auf dem Bahnhof“ Gäste aus Nah und Fern nach Heringsdorf. Zum runden Geburtstag gibt es ein ganz spezielles Geschenk für den Verein „Jazz auf Usedom“, denn der Eigenbetrieb Kur der Gemeinde Seebad Heringsdorf ergänzt das Festival-Wochenende (9. bis 11. Juni) um ein Dutzend Jazz-Konzerte in den drei Konzertmuscheln von Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin.
Von Dienstag bis Sonntag (5. bis 10. Juni) treten dort die Boogie Blasters (Berlin), die Gustav Brom-Big Band (Tschechien), Black Bottom (Berlin), die Hedgehog Stompers (Buxtehude), die Tower Jazzband (Berlin) und die Top Dog Brass Band (Dresden) auf.

Einige der Formationen finden sich auch bei der Jazz-Nacht am Samstag, den 9. Juni, auf dem Heringsdorfer Kopfbahnhof wieder. Traditionell wird das Festival-Programm mit dem Jazz-Zug von Wolgast nach Heringsdorf gestartet. Während der einstündigen Fahrt unterhält das polnische Łukasz Korybalski Quartet mit traditionellem Jazz. Nach Ankunft des Zuges werden die Jazzfreunde von Black Bottom auf der Bühne des Bahnhofes begrüßt. Die Berliner geben dann den Staffelstab weiter an die Dresdner Top Dog Brass Band. "The funky marching band from Eastern Germany", wie sie sich selbst nennen, wollen ein Feuerwerk aus Funk und Rhythm´n´Blues versprühen, das so manchen zum Mittanzen herausfordern wird.

Die Railroad-Jazzer vom Korybalski Quartet übernehmen zu später Stunde das Kommando auf der Bühne, wo sie funkige Töne in den Abendhimmel zaubern werden. Kurz vor Mitternacht dürfen die Oldies von der Papa Binnes Band aus Berlin ran. Die sieben Musiker um den Trompeter Lutz Binneboese spielen Dixieland, Traditional Jazz und Swing.

Erstmals geht die Veranstaltung auf dem Kopfbahnsteig bis tief in die Nacht hinein. Mit einer After-Midnight-Session, zu der sich die Top Dog Brass Band, Papa Binnes und Black Bottom vereinen, verabschiedet sich das Jazz-Spektakel um 2.00 Uhr von den hartgesottenen Fans.

Den traditionellen Kehraus besorgt am Sonntagvormittag die Haff-Big Band aus Ueckermünde. Sie spielen von 10.30 bis 13.00 Uhr auf dem Kopfbahnsteig. Für geladene Gäste findet bereits am Freitag, den 8. Juni, ein Empfang in der Gaststätte „Stellwerk“ im Heringsdorfer Bahnhof statt. Dort spielt von 19.00 bis 23.00 Uhr die Pasternack Group aus Rostock Eigenkompositionen sowie Stücke von Count Basie und Miles Davis. Die zunächst geschlossene Veranstaltung ist ab 21.00 Uhr öffentlich, so dass im engen Gewölbekeller des Heringsdorfer Bahnhofs richtige Jazzclub-Atmosphäre aufkommen wird.

Laut Cheforganisator Lothar Wilke soll das Festival künftig noch internationaler und „jünger“ werden. So hat er sich zum Ziel gesetzt, jungen Musikern und Bands die Möglichkeit zu bieten, sich bei Workshops musikalisch weiter zu entwickeln und sich auf der Bühne zu präsentieren. Dazu sind insbesondere einheimische Jugendliche und Absolventen der Musikschulen eingeladen, um von jungen und älteren Jazzmusikern aus dem In- und Ausland zu lernen.

Was nächstes Jahr das Festival im großen Stil erweitern soll, wird am Sonntag, den 10. Juni, das 10. Usedomer Jazz-Festival im Kleinen beschließen. Im Swinemünder Jazzclub Central´a können sich junge Musiker schonmal mit den Band-Mitgliedern von Łukasz Korybalski austauschen. Dort gastiert das Quartett ab 22.00 Uhr.

Alle Konzertdaten und Bandinfos sind online unter www.usedom-jazz.de zu finden.


eingereicht von : Admin am 03.05.2007, 08:41 Uhr


 
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