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Meeresmuseum Stralsund ist Ausflugsziel Nummer 1

Kurzweiliger Familienrundgang durch das ehemalige Katharinenkloster

Stralsund. Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund ist die Nummer 1 im Land, zumindest was die Besucherzahlen aller musealen Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern angeht. Jährlich strömen mehr als 400.000 Besucher, Urlauber gleichermaßen wie Einheimische, durch die frühgotische Klosterkirche und die umgebenden Anbauten.
Das Deutsche Meeresmuseum ist gleichzeitig das größte Naturkunde-Museum Norddeutschlands. Seine umfangreichen Ausstellungen geben anschauliche Einblicke in das Leben im Meer sowie dessen Nutzung und Erforschung durch den Menschen. Die Darstellung der Fischereigeschichte der DDR ist ein weiterer Schwerpunkt. Die Ausstellungen zum Leben im Meer werden ergänzt durch eine Vielfalt heimischer und tropischer Meerestiere in 45 Aquarien.

Prunkstück des Meeresmuseums ist zweifellos das vor drei Jahren eröffnete Meeresschildkrötenaquarium. Seit dem 27. Januar 2004 sind in dem 350.000 Liter fassenden Schaubecken eine Unechte Karettschildkröte, eine Echte Karettschildkröte sowie zwei Suppenschildkröten zuhause.

Die Ausstellungen sind in der Katharinenhalle sowie in einem angrenzenden Seitengebäude des ehemaligen Klosters (Dormatorium, später Gymnasium) untergebracht. Insgesamt werden über 3.000 m² des Museums für Dauerausstellungen genutzt, auf denen etwa 125 Großvitrinen, Pultvitrinen und Dioramen sowie mehrere Großobjekte zu sehen sind.

Hinzu kommt der Kutter "Adolf Reichwein" auf dem Museumsvorplatz im Nordhof als technisches Denkmal sowie zahlreiche technische Exponate zur Fischerei. Die 1974 eröffnete Katharinenhalle bietet in vier großen Raumbereichen die umfangreichen Dauerausstellungen des Museums. Die thematisch umfassende Gliederung der Ausstellung, die mit der Architektur des Kirchenraumes abgestimmte Präsentation und die anspruchsvolle Präparation der Exponate tragen ganz wesentlich zum Besuchererfolg und zur Profilierung des Deutschen Meeresmuseums bei.

Beginnend im Foyer werden im Erdgeschoss die Hauptthemen "Wasserplanet Erde, Meeresraum, Meeresforschung und Leben im Meer" dargestellt. Der Chor der ehemaligen Kirche ist ganz dem Thema „Wale“ gewidmet. Das erste Obergeschoss befasst sich mit der Fischerei. Nach einem historischen Überblick folgt das Hauptthema „Geschichte der Entwicklung der Hochsee- und Küstenfischerei der DDR“ mit zahlreichen Original-Modellen der in Stralsund bis 1989 gebauten Fischereifahrzeuge.

Im zweiten Obergeschoss, unter dem eindrucksvollen Gewölbe der Katharinenhalle, wird die Ausstellung "Mensch und Meer" präsentiert, die einen Ausschnitt aus der Vielfalt des Lebens im Meer zeigt, den Nutzen dieser Organismen für den Menschen behandelt und unsere Verantwortung für den Meeres- und Naturschutz deutlich macht.

Vom zweiten Obergeschoss aus gelangen die Besucher in den „Ostseerundgang“ im anschließenden Dormatorium. Hier sind Dioramen mit Seevögeln zu sehen und Informationen zur Erdgeschichte aufbereitet. Vorbei am Museumsshop führt der Rundgang in die Tiefen des Klosters. Dort warten im Aquarium mit seinen Dutzenden großer und kleiner Becken tropische Fische in auf die neugierigen Blicke von großen und kleinen Naturforschern.

Am Ende des Rundganges erstrahlt das neue Highlight des Museums, das Schildkrötenaquarium, in dem sich neben den vier gepanzerten Gesellen noch Schwarzspitzen-Riffhaie, Pinzett-Fische, Blaue Vogelfische, Feuer-Zwergkaiser und jede Menge anderer bunter Tiefseefische tummeln.

Den oberen Teil des Riesenaquariums können die Besucher bei einem abschließendem Imbiss oder einer Kaffeepause vom Restaurant TARTARUGA aus betrachten. Dort befindet sich in einem Seitenraum, direkt neben dem Aquarium, auch die neu geschaffene Kinderausstellung. Sie besteht aus acht Ausstellungspositionen in Form von fünf Tisch- und drei Wandelementen. Um dem musealen Anspruch gerecht zu werden, wurden vielfach Originalobjekte eingesetzt. Die Nutzer erschließen sich die Inhalte durch Ratespiele, Betrachten von Originalobjekten mit einem Mikroskop bzw. unter einer Lupe.

Besonders beliebt sind die Familiensonntage, die einmal im Monat stattfinden. Rund um ein aktuelles Thema aus der Arbeit des Meeresmuseums gibt es dann Informationen und anregende Betätigungsmöglichkeiten für die ganze Familie und das alles zu einem reduzierten Eintrittspreis.

Sowohl das Museum als auch das Restaurant sind behindertengerecht mit Aufzügen, Rampen und Behindertentoiletten ausgestattet. Gegen Kaution kann sogar ein vierbändiger Blindenführer ausgeliehen werden. Auch elektronische Führungssysteme in deutscher und englischer Sprache können an der Information im Erdgeschoss ausgeliehen werden.

Das Deutsche Meeresmuseum ist mehr als nur ein Museum. Denn hier kann in einem außergewöhnlichen Ambiente auch gefeiert werden. Ob Firmenjubiläum, Tagung, Familienfeier, Kindergeburtstag oder Produktpräsentation, hier ist vieles möglich. Etwa ein Dinner unterm Wal, ein Empfang inmitten von Aquarien oder eine Tagung im NAUTINEUM.

Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund ist täglich geöffnet. Von Juni bis September von 10 bis 18 Uhr, von Oktober bis Mai von 10 bis 17 Uhr. Weitere Informationen zum Deutschen Meeresmuseum, das mit dem NATUREUM Darßer Ort und dem NAUTINEUM auf dem Dänholm in Stralsund zwei Außenstellen betreibt, können der Homepage: www.meeresmuseum.de entnommen werden. Als viertes Objekt soll zu Ostern 2008 das Ozeaneum (www.ozeaneum.de) auf der Hafeninsel in Stralsund eröffnet werden.

Die Themen der beiden nächsten Familiensonntage sind:
25. Februar 2007: Eisbär, Pinguin & Co.
25. März 2007: Tierkinder im Aquarium
Vom 5. bis 16. Februar gibt es täglich ab 10 Uhr Winterferienspaß mit vielen spannenden Aktionen. Infos gibt es rechtzeitig an der Museumskasse und im Internet unter www.meeresmuseum.de.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 18.02.2007, 10:39 Uhr


 
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