News
Versöhnliches Jahresende für Insel-Handballer
HSV hat turbulentes Jahr hinter sich: Insolvenz, Abstieg, Neuanfang
Ahlbeck. Das Jahr fing nicht gut an für den HSV, nahm aber nach vielen Turbulenzen ein versöhnliches Ende. Vor Jahresfrist hieß der einstige Vorzeigeverein der Region noch HSV Blau-Weiß Insel Usedom. Damals war das ganze Ausmaß des Finanzdesasters noch nicht absehbar, doch es sollte für ein baldiges Ende von Blau-Weiß sorgen.
Ahlbeck. Das Jahr fing nicht gut an für den HSV, nahm aber nach vielen Turbulenzen ein versöhnliches Ende. Vor Jahresfrist hieß der einstige Vorzeigeverein der Region noch HSV Blau-Weiß Insel Usedom. Damals war das ganze Ausmaß des Finanzdesasters noch nicht absehbar, doch es sollte für ein baldiges Ende von Blau-Weiß sorgen.
Bekanntlich wurde im Sommer 2005 die Misswirtschaft bekannt, für die der Verein den ehemaligen Manager Peter Höhne feuerte. Damals rettete eine Ausfallbürgschaft der Gemeinde in Höhe von 60.000 Euro die Saisonvorbereitung des neuen Trainers Peter Pysall. Eine denkbar schwere Aufgabe, in diesem Umfeld und mit einem Schrumpfbudget eine geordnete Zweitligasaison zu spielen. So war es nicht verwunderlich, dass sich schon zum Jahreswechsel der zweite sportliche Abstieg innerhalb eines Jahres abzeichnete. Mit 4:30 Punkten hielten die Blau-Weißen die Rote Laterne, acht Punkte vom rettenden Ufer entfernt.
Für Schlagzeilen sorgte aber in den ersten Monaten des Jahres 2006 weniger die weiterhin erfolglose Mannschaft, als vielmehr der HSV-Vorstand und die GmbH. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatten beide Anfang März Insolvenz angemeldet. Bei der GmbH belief sich die Unterdeckung bis zum Saisonende auf geschätzte 60.000 Euro, während der Verein mit einem Verlust von 88.000 Euro rechnete.
Der Blau-Weiß-Vorstand machte daraufhin Nägel mit Köpfen und gründete den Verein HSV Insel Usedom. Durch eine Spielrechtsübertragung vom alten auf den neuen Verein konnte die Zweitligasaison zu Ende gespielt und damit ein insolvenzbedingter freier Fall in die Oberliga verhindert werden. Sportlich war da allerdings schon nichts mehr zu retten. Ein einziger Sieg gelang in der Rückrunde und das erst am letzten Spieltag gegen den Mitabsteiger VfL Fredenbeck. Mit 8:68 Punkten (zwei Siege, vier Unentschieden) blieb der HSV Schlusslicht.
Im Mai wurde dann schließlich das Insolvenzverfahren eröffnet, gleichzeitig der Regionalligakader präsentiert. Der Trainer und eine Zweitliga erfahrene Stammsieben blieben, dazu kamen ausschließlich A-Jugend-Spieler.
Das junge Team ließ in der Saisonvorbereitung aufhorchen, als beim Usedom-Cup hinter dem rumänischen Spitzenteam Dinamo Bukarest Platz zwei belegt wurde, noch vor Zweitligist SC Magdeburg II. Auch im Pokal gab sich der HSV beim Oberligisten BSV Luckau keine Blöße. Dann bescherte die Losfee den Usedomern das Jahrhundertspiel gegen den deutschen Meister THW Kiel. In der vollbesetzten Pommernhalle erzielte der HSV mit 22:49 ein respektables Ergebnis gegen die Kieler Weltauswahl.
Auch der Start in die Regionalliga verlief überzeugend. Dem Unentschieden in Bad Bramstedt folgten drei Siege, so dass der HSV am 4. Spieltag Tabellenführer war. Danach verlor die Mannschaft allerdings den Faden und leistete sich viele, teils unnötige Niederlagen. Erst am letzten Wochenende gelang der wichtige zweite Sieg in der Ferne.
Mit 15:17 Punkten bei noch einem ausstehenden Vorrunden-Heimspiel gegen AMTV Hamburg ist die Mannschaft auf Platz zehn im Soll. Allerdings wäre mehr drin gewesen, wenn nicht gegen die Aufsteiger Bad Doberan, Brandenburg-West und in Schülp-Westerrönfeld jeweils knapp verloren worden wäre.
Immerhin stellt der HSV einen Spitzenreiter: Mateusz Zaremba führt mit 123 Toren die Torschützenliste der Regionalliga Nordost an. Seine Treffsicherheit und der jüngste Auswärtssieg in Ahrensburg lassen die Fans auf eine erfolgreiche zweite Halbserie hoffen.
Das nächste Heimspiel des HSV steht am kommenden Samstag, den 6. Januar 2007, gegen den AMTV Hamburg auf dem Programm. Am 13. Januar folgt der Rückrundenauftakt mit einem Heimspiel gegen die SG Bramstedt/Henstedt-Ulzburg. Anpfiff in der Pommernhalle ist jeweils um 19.00 Uhr.
Für Schlagzeilen sorgte aber in den ersten Monaten des Jahres 2006 weniger die weiterhin erfolglose Mannschaft, als vielmehr der HSV-Vorstand und die GmbH. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatten beide Anfang März Insolvenz angemeldet. Bei der GmbH belief sich die Unterdeckung bis zum Saisonende auf geschätzte 60.000 Euro, während der Verein mit einem Verlust von 88.000 Euro rechnete.
Der Blau-Weiß-Vorstand machte daraufhin Nägel mit Köpfen und gründete den Verein HSV Insel Usedom. Durch eine Spielrechtsübertragung vom alten auf den neuen Verein konnte die Zweitligasaison zu Ende gespielt und damit ein insolvenzbedingter freier Fall in die Oberliga verhindert werden. Sportlich war da allerdings schon nichts mehr zu retten. Ein einziger Sieg gelang in der Rückrunde und das erst am letzten Spieltag gegen den Mitabsteiger VfL Fredenbeck. Mit 8:68 Punkten (zwei Siege, vier Unentschieden) blieb der HSV Schlusslicht.
Im Mai wurde dann schließlich das Insolvenzverfahren eröffnet, gleichzeitig der Regionalligakader präsentiert. Der Trainer und eine Zweitliga erfahrene Stammsieben blieben, dazu kamen ausschließlich A-Jugend-Spieler.
Das junge Team ließ in der Saisonvorbereitung aufhorchen, als beim Usedom-Cup hinter dem rumänischen Spitzenteam Dinamo Bukarest Platz zwei belegt wurde, noch vor Zweitligist SC Magdeburg II. Auch im Pokal gab sich der HSV beim Oberligisten BSV Luckau keine Blöße. Dann bescherte die Losfee den Usedomern das Jahrhundertspiel gegen den deutschen Meister THW Kiel. In der vollbesetzten Pommernhalle erzielte der HSV mit 22:49 ein respektables Ergebnis gegen die Kieler Weltauswahl.
Auch der Start in die Regionalliga verlief überzeugend. Dem Unentschieden in Bad Bramstedt folgten drei Siege, so dass der HSV am 4. Spieltag Tabellenführer war. Danach verlor die Mannschaft allerdings den Faden und leistete sich viele, teils unnötige Niederlagen. Erst am letzten Wochenende gelang der wichtige zweite Sieg in der Ferne.
Mit 15:17 Punkten bei noch einem ausstehenden Vorrunden-Heimspiel gegen AMTV Hamburg ist die Mannschaft auf Platz zehn im Soll. Allerdings wäre mehr drin gewesen, wenn nicht gegen die Aufsteiger Bad Doberan, Brandenburg-West und in Schülp-Westerrönfeld jeweils knapp verloren worden wäre.
Immerhin stellt der HSV einen Spitzenreiter: Mateusz Zaremba führt mit 123 Toren die Torschützenliste der Regionalliga Nordost an. Seine Treffsicherheit und der jüngste Auswärtssieg in Ahrensburg lassen die Fans auf eine erfolgreiche zweite Halbserie hoffen.
Das nächste Heimspiel des HSV steht am kommenden Samstag, den 6. Januar 2007, gegen den AMTV Hamburg auf dem Programm. Am 13. Januar folgt der Rückrundenauftakt mit einem Heimspiel gegen die SG Bramstedt/Henstedt-Ulzburg. Anpfiff in der Pommernhalle ist jeweils um 19.00 Uhr.