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Von Usedom nach Santiago de Compostela
Baltisch-Westfälischer Jakobsweg beginnt an der Grenze auf Usedom
Insel Usedom. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Genau so viele dürften auch in das spanische Santiago de Compostela führen. Schließlich gehörte der Ort im Nordwesten Spaniens im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zu den großen Pilgerstätten des Christentums. Pilger aus ganz Europa machen sich seither auf den Weg zum dortigen Grab des Apostels Jakobus dem Älteren.
Insel Usedom. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Genau so viele dürften auch in das spanische Santiago de Compostela führen. Schließlich gehörte der Ort im Nordwesten Spaniens im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zu den großen Pilgerstätten des Christentums. Pilger aus ganz Europa machen sich seither auf den Weg zum dortigen Grab des Apostels Jakobus dem Älteren.
Seit anderthalb Jahren bereiten auch einige Jakobusjünger in Ostvorpommern den Pilgern einen Weg von der deutsch-polnischen Grenze bei Kamminke in das viele Tausend Kilometer entfernte Santiago de Compostela. Allen voran der frühere Lassaner Sozialarbeiter Bernhard Weber, der das Pilgerbüro Mecklenburg-Vorpommern betreut und gleichzeitig auch der Regionalbeauftragte für Norddeutschland der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft e.V. ist.
Von ihm stammt auch die Idee, den Baltisch-Westfälischen Jakobsweg im wesentlichen an der bedeutenden historischen Hansestraße zu orientieren, die vom Baltikum über Königsberg, Danzig und Rostock nach Lübeck führte und weiter über Hamburg, Bremen und Osnabrück nach Wuppertal. Sollte die Pilgerroute auf dieser Strecke im nächsten Jahr fertig sein, besteht die Möglichkeit, über den Rheinischen Weg, Belgien und Frankreich durchgehend auf markierten Wegen von Usedom bis nach Santiago de Compostela zu pilgern.
Die „baltische“ Route beginnt vorerst allerdings auf Usedom. Es gilt zunächst die Hausaufgaben zu machen und in Norddeutschland die Lücken zu schließen. Derweil ist der Jakobsweg auf der Insel Usedom von Kamminke über Garz, Zirchow, Stolpe und Usedom bis Zecherin ausgeschildert. „Wir orientieren uns an alten Kirchen“, erklärt Bernhard Weber und verweist insbesondere auf die Jakobikirche in Zirchow, die an der Strecke liegt.
Gelbe Pfeile und blaue Plaketten mit gelben Strahlen, die die Jakobsmuschel symbolisieren, markieren den Weg. Von Zecherin führt der Pilgerpfad über Pinnow, den Lassaner Winkel, Hohendorf, Wrangelsburg, Kemnitz und Eldena nach Greifswald weiter. Von dort aus soll der Jakobsweg über Grimmen nach Rostock fortgeführt werden, so Weber.
Weber hat mit Jakobus-Freunden aus Korswandt und Pinnow im Laufe des Jahres 2005 die Strecke auf der Insel ausgeschildert. Gerhard Adler, im Hauptberuf Leiter der Bundesgrenzschutzinspektion Ahlbeck, kümmert sich mit seiner Frau Marianne um die Nachbesserung der Markierungen auf Usedom. Das Ehepaar Spanke aus Pinnow wiederum stellt sein Haus als Herberge zur Verfügung.
Die erste Pilgerherberge auf Usedom befindet sich direkt im Startort Kamminke. Dort bietet die Jugendbegegnungsstätte Golm pilgergerechte Quartiere. Nach 25 Kilometer Fußmarsch kann im Usedomer Pfarrhaus bei Pfarrer Hans-Ulrich Schäfer eingekehrt werden. Die Pilgerunterkünfte sind sehr einfach und dürfen nicht mehr als 5 Euro pro Nacht kosten. Aufgenommen werden zu diesem Preis nur Wanderer, die den offiziellen Pilgerpass der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft mit sich führen, der in jeder Herberge abgestempelt wird.
Wenn im Sommer 2007 der Weg bis Osnabrück durchmarkiert sein sollte, wäre die erste Aufgabe des Koordinators für Norddeutschland erfüllt. Dann könnte er sich dem polnischen und baltischen Teil der Route widmen. Doch das wird kein leichtes Unterfangen, denn in den baltischen Ländern hätten die Leute andere Sorgen, weiß Weber.
Weitere Informationen: www.pilger-buero.eu und www.jakobsweg-norddeutschland.de
Von ihm stammt auch die Idee, den Baltisch-Westfälischen Jakobsweg im wesentlichen an der bedeutenden historischen Hansestraße zu orientieren, die vom Baltikum über Königsberg, Danzig und Rostock nach Lübeck führte und weiter über Hamburg, Bremen und Osnabrück nach Wuppertal. Sollte die Pilgerroute auf dieser Strecke im nächsten Jahr fertig sein, besteht die Möglichkeit, über den Rheinischen Weg, Belgien und Frankreich durchgehend auf markierten Wegen von Usedom bis nach Santiago de Compostela zu pilgern.
Die „baltische“ Route beginnt vorerst allerdings auf Usedom. Es gilt zunächst die Hausaufgaben zu machen und in Norddeutschland die Lücken zu schließen. Derweil ist der Jakobsweg auf der Insel Usedom von Kamminke über Garz, Zirchow, Stolpe und Usedom bis Zecherin ausgeschildert. „Wir orientieren uns an alten Kirchen“, erklärt Bernhard Weber und verweist insbesondere auf die Jakobikirche in Zirchow, die an der Strecke liegt.
Gelbe Pfeile und blaue Plaketten mit gelben Strahlen, die die Jakobsmuschel symbolisieren, markieren den Weg. Von Zecherin führt der Pilgerpfad über Pinnow, den Lassaner Winkel, Hohendorf, Wrangelsburg, Kemnitz und Eldena nach Greifswald weiter. Von dort aus soll der Jakobsweg über Grimmen nach Rostock fortgeführt werden, so Weber.
Weber hat mit Jakobus-Freunden aus Korswandt und Pinnow im Laufe des Jahres 2005 die Strecke auf der Insel ausgeschildert. Gerhard Adler, im Hauptberuf Leiter der Bundesgrenzschutzinspektion Ahlbeck, kümmert sich mit seiner Frau Marianne um die Nachbesserung der Markierungen auf Usedom. Das Ehepaar Spanke aus Pinnow wiederum stellt sein Haus als Herberge zur Verfügung.
Die erste Pilgerherberge auf Usedom befindet sich direkt im Startort Kamminke. Dort bietet die Jugendbegegnungsstätte Golm pilgergerechte Quartiere. Nach 25 Kilometer Fußmarsch kann im Usedomer Pfarrhaus bei Pfarrer Hans-Ulrich Schäfer eingekehrt werden. Die Pilgerunterkünfte sind sehr einfach und dürfen nicht mehr als 5 Euro pro Nacht kosten. Aufgenommen werden zu diesem Preis nur Wanderer, die den offiziellen Pilgerpass der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft mit sich führen, der in jeder Herberge abgestempelt wird.
Wenn im Sommer 2007 der Weg bis Osnabrück durchmarkiert sein sollte, wäre die erste Aufgabe des Koordinators für Norddeutschland erfüllt. Dann könnte er sich dem polnischen und baltischen Teil der Route widmen. Doch das wird kein leichtes Unterfangen, denn in den baltischen Ländern hätten die Leute andere Sorgen, weiß Weber.
Weitere Informationen: www.pilger-buero.eu und www.jakobsweg-norddeutschland.de