News

Karussell fahren satt im Trassenheider Kinderland

Usedom-Park erfreut seit einem Jahr die Kinderherzen

Trassenheide. Familienurlaub auf Usedom bedeutet für Gewöhnlich Strandurlaub. Doch was tun, wenn einmal Wolken über die Sonneninsel ziehen und die Kinder partout keine Lust haben auf Fahrradfahren und Museumsbesuche oder wenn sie schlichtweg zu klein dafür sind? Dann hilft nur eines, rein in die Usedomer Bäderbahn (UBB) und ab nach Trassenheide in den Usedom-Park.

Los geht´s nach dem Mittagessen. Das Auto lassen wir stehen, nehmen lieber die UBB. Bei den sommerlichen Staus auf der Bäderstraße sind wir mit der Bäderbahn allemal schneller am Ziel und fahren mit der Familientageskarte auch noch kostengünstig. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil der Bahnfahrt: Papa kann endlich mal richtig lang aus Astrid Lindgrens „Ferien auf Saltkrokan“ vorlesen. Nach gut einer Dreiviertelstunde sind wir in Trassenheide.

Buch und Trinkflaschen verschwinden im Rucksack, wir Drei aus dem Zug. Der Usedom-Park befindet sich direkt an der UBB-Haltestelle und vis à vis zur Schmetterlingsfarm. Nachdem der Bahnübergang überquert ist, sind Louisa und Laura nicht mehr zu halten. Die beiden Mädchen stürmen zum Eingang des Kinderlandes, wo sie Ramona Peiffer an der Kasse begrüßt.

Ungewöhnlich, aber dem Angebot im Usedom-Park angemessen, ist der Eintritt: Kinder zahlen 6 Euro, Erwachsene nur 2. Für Kinder bis zu einem Jahr ist der Eintritt frei. Erneut sind die Mädels nicht zu halten. Ist auch gar nicht nötig, denn hier sind Kinder in ihrem Reich und zudem ist das großzügige Gelände eingezäunt. Die Eltern können also getrost einen Schatten spendenden Platz auf der Caféterrasse aufsuchen. Von hier aus haben sie ihre Kleinen im Blick.

Zumeist steuern die Kinder geradewegs das Kaninchen- und Meerschweinchengehege an. Dort gibt es mehrere Behausungen für die Nager, die lustige Beschriftungen tragen, wie Schule, Kindergarten und Rathaus. Nach einer Viertelstunde sind Louisa und Laura zurück. „Wir haben Durst. Papa, kannst Du Louisa helfen, ein Kaninchen auf den Arm zu nehmen?“ Der steht derweil bei Doris und Ronald Stey, die seit Juni 2005 den Usedom-Park betreiben und erfährt viel über deren lange Familientradition im Schaustellergewerbe. Doris Stey verschwindet kurz und kommt mit einem Eimer voller Apfelschnitten, Salatherzen und trockenen Brötchen zurück. Damit dürfen die Kinder nun zur „Raubtierfütterung“ rennen.

Im Gehege assistiert der kleine Timi Louisa beim Füttern. Laura ist schon längst bei den Ponys Max und Moritz, wo Papa beim Aufsitzen helfen muss. Doch die beiden haben keine große Lust auf einen Ausritt, sondern knabbern lieber am ausgebreiteten Heu.

Danach springt das Töchterchen zur Eisenbahn „Die Wilde 13“, die um einen Gartenteich ihre Runden dreht, und zum fast hundert Jahre alten Karussell, das noch wie am ersten Tage seine Dienste tut. Das Tolle daran ist, dass die Kinder nach Herzenslust mitfahren können, ohne dass Mama und Papa extra dafür bezahlen müssen.

Auch das Toben auf der Hüpfburg und den acht Trampolinfeldern sind im Eintrittspreis mit drin. All inclusive, so heißt die Devise im Usedom-Park, wo zudem noch Großspielflächen für Schach und Dame sowie Tischtennis auf die Größeren, verrückte Fahrräder und jede Menge Spielzeug auf die Kleineren warten. Auch die Preise für Getränke, Imbiss und Süßigkeiten sind ausgesprochen familienfreundlich. Ein frisch gemahlener Kaffee kostet 1 Euro, Kuchen 1,50 Euro und ein Apfelsaftschorle 1,30 Euro.

Sehr zufrieden ist auch Timis Mama. Liane Freund aus Eberswalde verbringt derzeit mit ihrem dreijährigen Sohn die Ferien im Naturfreundehaus Zinnowitz, wo sie die vielen Angebote speziell für Kinder schätzt. „Im ersten Moment scheinen 6 Euro Eintritt teuer zu sein, doch sie sind gerechtfertigt“, urteilt sie über die „schöne und übersichtliche Anlage“. „Im Schnitt sind die Familien drei Stunden hier“, weiß Ramona Peiffer zu berichten. Oftmals würden deren Sprösslinge nur unter Protest und mit Tränen das Kinderland verlassen.

So dramatisch wurde unser Abschied zum Glück nicht, denn ein Wiederkommen ist versprochen. Der Usedom-Park hat von April bis Oktober täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, von November bis März nur samstags, sonn- und feiertags sowie in den Ferien von 10 bis 19 Uhr.

Weitere Informationen bietet die Internet-Homepage:
www.usedompark-kinderland.de.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 15.08.2006, 18:05 Uhr


 
Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung