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Berliner Künstler stellt einen Traum vor

Use*Dom soll Aussichtsturm und Ort für Umweltbildung werden

Neu-Pudagla. Die Katze ist aus dem Sack: Usedom soll einen Use*Dom bekommen. Seit über einem Jahr geht der Berliner Holzbildhauer Klaus Olivier mit einer Idee schwanger, die allmählich Konturen annimmt. Ob es eine leichte oder schwere Geburt wird, das werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

Olivier hat seither viele vertrauliche Gespräche geführt, um Unterstützung für sein Turmprojekt zu bekommen. Als ersten konnte er Forstamtsleiter Norbert Sündermann dafür begeistern, als nächstes die Inselfreunde Usedom e.V. und schließlich, mit der Fürsprache beider Institutionen, die Gemeindevertretung Ückeritz. Die beauftragte im April ihren Kurdirektor Reno Reifert, erster Ansprechpartner der Gemeinde zu sein, die weitere Vorgehensweise mit dem Künstler abzusprechen und rechtliche Fragen zu klären.

Für Olivier ist es wichtig, dass der Use*Dom von den Menschen auf Usedom mitgetragen wird. So hofft er auch auf deren Mithilfe bei der Finanzierung des 25 Meter hohen Turms. Die beruht ganz auf Spenden bzw. Sponsoring. So rechnete Klaus Olivier am Sonnabend vor dem 1. Waldkonzert vor, wie das nötige Geld zusammenkommen soll.

Nach seinen Vorstellungen sollen die 60 Eichenstämme und vier Plattformen des kegelförmigen Turmes von Sponsoren „gekauft“ werden. Ob Hotel, Bank, Unternehmen, Gemeinde oder Einzelperson, jeder kann sich einen der fünf Meter langen Stämme oder auch nur einen Teil davon sichern. Als Gegenleistung verspricht der Berliner, der gerne selbst auf der Insel Wurzeln schlagen würde, ein Messingtäfelchen, auf dem der Gönnername verewigt wird. Zudem dürften die „Großsponsoren“ den Use*Dom je nach Gabe einmalig oder auch öfter für eigene Veranstaltungen nutzen.

Der Use*Dom soll ein „raum-bezogenes“ Kunstwerk, ein Naturerlebnisort und ein medienwirksamer „Leuchtturm“ zugleich sein. Das mit dem medialen Leuchtturm könnte für die Tourismusdestination Usedom sogar von unschätzbarem Wert werden. Dann nämlich, wenn Wetterfrosch Jörg Kachelmann Wort halten sollte und, wie er Olivier schon mal wissen ließ, nach Errichtung des Turmes eine Wetterstation seines Unternehmens Meteomedia darauf errichtet.

Für die Inselfreunde soll der Turm in erster Linie das reichhaltige Familien- und Umweltbildungsangebot des Forstamtes Neu-Pudagla ergänzen. Neben Gesteinsgarten, Insektenhotel, Fledermausburg und Waldkabinett wäre der Use*Dom ein weiterer Besuchermagnet für Familien, die vom offenen Wandelgang und den einzelnen Plattformen des Turmes aus die umgebenden Bäume hautnah bis in die Kronen erleben können.

Die Inselfreunde sehen für Ückeritz und die übrigen Bernsteinbäder zudem die große Chance, sich als Natururlaubsorte zu profilieren und sich so von den anderen Insel-Seebädern abzugrenzen. Für die Zielgruppe „Familien“ könnte ein Netz von Naturerlebnis-Angeboten geschaffen werden, das vom klassischen Naturlehrpfad bis zum Barfußpfad reichen könnte.

Wer mehr über das Projekt Use*Dom erfahren oder gar einen Stamm/eine Plattform „kaufen“ möchte, der wende sich an klausolivier@aol.com bzw. die Tel.Nr. 0179/2229876.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 29.07.2006, 13:57 Uhr


 
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