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Annäherung durch gemeinsames Lernen, Singen, Spielen
Grundschulen Benz und Przytór vertiefen Partnerschaft
Benz. Die am Nikolaustag 2005 mit einem Antrittsbesuch auf Wollin begonnene Schulpartnerschaft der Evangelischen Grundschule Benz mit der Johannes-Paul II.-Grundschule in Swinemünde-Przytór erfuhr in dieser Woche ihre Fortsetzung.
Benz. Die am Nikolaustag 2005 mit einem Antrittsbesuch auf Wollin begonnene Schulpartnerschaft der Evangelischen Grundschule Benz mit der Johannes-Paul II.-Grundschule in Swinemünde-Przytór erfuhr in dieser Woche ihre Fortsetzung.
Schulleiterin Alicja Miller machte sich mit neunzehn Kindern und zwei Kolleginnen auf den Weg nach Benz. Dort warteten die kleinen ABC-Schützen schon ganz ungeduldig auf ihre polnischen Schulkameraden. Die hatten sich verspätet, weil sich die Grenzabfertigung in die Länge zog.
Der Umstand zeigt aber einmal mehr, welche Hürden sich auf Usedom immer noch auftun, wenn Menschen dies- und jenseits der Grenze zueinander kommen wollen. Dennoch haben beide Schulen den Kontakt zur anderen Seite gesucht und gefunden. Die Chemie scheint zu stimmen, zwischen den Kindern ohnehin, aber auch zwischen den Lehrerinnen, die sich herzlich begrüßten.
Für Alicja Miller ist die Partnerschaft eine wichtige Grundlage dafür, dass auch die Eltern die Einsicht gewinnen, wie wichtig es ist, von Klein auf Deutsch zu lernen. So beabsichtige die Schule in Przytór Deutsch ab der 1. Klasse einzuführen. Zur Zeit nehmen neun ihrer Schüler an einem zweisprachigen Theaterprojekt in Swinemünde teil, das vom Bund im Rahmen des „Deutsch-polnischen Jahres“ gefördert wird. Dort üben sie mit neun Kindern aus Benz im Studio Sol von Jolanta Janczykowska, die viele Jahre in Deutschland und in der Schweiz lebte.
Sie war auch mit den drei Lehrerinnen aus Przytór nach Benz gekommen, wo alle vom Charakter des Dorfes und der Schule angetan waren. „Man merkt mit jedem Schritt, wie wichtig die Kinder hier genommen werden. Überall finden sich ihre Arbeiten an den Wänden und auf den Fensterbänken“, lobte Direktorin Miller die „sehr warme häusliche“ Atmosphäre der Benzer Grundschule.
Ihrer Kollegin Ewa Kowalewska fiel die gute Ausstattung mit Lehrmitteln auf, die ein spielerisches Lernen ermöglichten. Das sei in Przytór nur im Hort möglich. Ein weiterer Unterschied sei, dass das polnische Grundschullehrbuch soviel Raum einnehme, dass keine Zeit für Freiarbeit bleibe.
Der Besuch habe gezeigt, dass auf beiden Seiten ein großes Interesse besteht, sich auch fachlich auszutauschen, unterstrich die Benzer Schulleiterin Ina Weller. Außerdem helfe die Begegnung, Ängste abzubauen. „Das geht nur, wenn die Kinder zusammen lernen, singen und spielen“, ist sie sich sicher.
Die Kinder tobten unterdessen, nachdem sie eingangs in der Andacht von Pfarrer Arndt Noack und beim Frühstück noch in getrennten Gruppen saßen, munter durcheinander. Katharina und Laura nahmen Natalia an die Hand und zeigten ihr das Schulgebäude. Anschließend machte sich eine Gruppe mit Martin Bartels auf den Weg zur Mühle, um dort dem Mühlengeist zu begegnen. Die andere Gruppe stürzte sich derweil auf die verschiedensten Lernspiele, bevor die Begegnung mit einem gemeinsamen Mittagessen, für die meisten viel zu schnell, endete.
Der Umstand zeigt aber einmal mehr, welche Hürden sich auf Usedom immer noch auftun, wenn Menschen dies- und jenseits der Grenze zueinander kommen wollen. Dennoch haben beide Schulen den Kontakt zur anderen Seite gesucht und gefunden. Die Chemie scheint zu stimmen, zwischen den Kindern ohnehin, aber auch zwischen den Lehrerinnen, die sich herzlich begrüßten.
Für Alicja Miller ist die Partnerschaft eine wichtige Grundlage dafür, dass auch die Eltern die Einsicht gewinnen, wie wichtig es ist, von Klein auf Deutsch zu lernen. So beabsichtige die Schule in Przytór Deutsch ab der 1. Klasse einzuführen. Zur Zeit nehmen neun ihrer Schüler an einem zweisprachigen Theaterprojekt in Swinemünde teil, das vom Bund im Rahmen des „Deutsch-polnischen Jahres“ gefördert wird. Dort üben sie mit neun Kindern aus Benz im Studio Sol von Jolanta Janczykowska, die viele Jahre in Deutschland und in der Schweiz lebte.
Sie war auch mit den drei Lehrerinnen aus Przytór nach Benz gekommen, wo alle vom Charakter des Dorfes und der Schule angetan waren. „Man merkt mit jedem Schritt, wie wichtig die Kinder hier genommen werden. Überall finden sich ihre Arbeiten an den Wänden und auf den Fensterbänken“, lobte Direktorin Miller die „sehr warme häusliche“ Atmosphäre der Benzer Grundschule.
Ihrer Kollegin Ewa Kowalewska fiel die gute Ausstattung mit Lehrmitteln auf, die ein spielerisches Lernen ermöglichten. Das sei in Przytór nur im Hort möglich. Ein weiterer Unterschied sei, dass das polnische Grundschullehrbuch soviel Raum einnehme, dass keine Zeit für Freiarbeit bleibe.
Der Besuch habe gezeigt, dass auf beiden Seiten ein großes Interesse besteht, sich auch fachlich auszutauschen, unterstrich die Benzer Schulleiterin Ina Weller. Außerdem helfe die Begegnung, Ängste abzubauen. „Das geht nur, wenn die Kinder zusammen lernen, singen und spielen“, ist sie sich sicher.
Die Kinder tobten unterdessen, nachdem sie eingangs in der Andacht von Pfarrer Arndt Noack und beim Frühstück noch in getrennten Gruppen saßen, munter durcheinander. Katharina und Laura nahmen Natalia an die Hand und zeigten ihr das Schulgebäude. Anschließend machte sich eine Gruppe mit Martin Bartels auf den Weg zur Mühle, um dort dem Mühlengeist zu begegnen. Die andere Gruppe stürzte sich derweil auf die verschiedensten Lernspiele, bevor die Begegnung mit einem gemeinsamen Mittagessen, für die meisten viel zu schnell, endete.