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Inselfreunde Usedom wollen sich stärker vernetzen

Usedom. Die Inselfreunde Usedom gehen ins 15. Jahr ihres Bestehens. Am Wochenende lud der „Verband zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung der Region e.V.“ zur jährlichen Mitgliederversammlung ins Klaus-Bahlsen-Haus in Usedom.
Der Versammlungsort hat Tradition, schließlich fungieren die Inselfreunde gleichzeitig als Förderverein des Naturparks Insel Usedom. In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vereinsvorsitzende Achim Schultz auf die vielen Themen ein, mit denen sich der Vorstand in den vergangenen zwölf Monaten beschäftigte. Dauerbrenner sind dabei die Diskussionen um touristische Großprojekte.

Die aktive Mitarbeit mehrerer Vorstands- und Vereinsmitglieder am Integrierten Verkehrskonzept Usedom-Wollin sowie im Naturparkbeirat gehörten „schon zur Selbstverständlichkeit, auch wenn dies nicht immer so nach außen kommuniziert wird“, so Schultz. „Wir mischen uns ein, um den Gedanken der Nachhaltigkeit, also der Gleichgewichtung der Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales, bei der Entwicklung unserer Heimatregion nicht zu kurz kommen zu lassen.“ So sei insbesondere in der Frage nach einer Marina an der Außenküste eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Nöten.

Die Inselfreunde ließen sich dabei immer von ihren Grundsätzen „Ohneeinander geht nichts!“ und „Leben und leben lassen“ leiten. Schultz betrachtet mit Sorge, dass auf der Insel Usedom zu wenig von diesem Denken vorhanden sei. Die unterschiedlichen Positionen zum Verkehrskonzept, in Fragen der Tourismusentwicklung und zum Inselbeirat insbesondere zwischen den Seebädern und dem Usedomer Achterland ließen das gemeinsame Bemühen um „Eine Insel – eine Stadt“ immer weiter in den Hintergrund treten.

Die Inselfreunde haben zur Zeit 41 Mitglieder, die teilweise auch andere Umweltverbände repräsentieren. Wie Vorstandsmitglied Dietmar Pühler betonte, sollte noch mehr die Verzahnung mit diesen Verbänden gesucht werden. „Die Inselfreunde könnten da als eine Art Dachverband fungieren“, meinte Pühler, der auf Usedom auch die Regionalgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) vertritt.

Der als Gast anwesende Vorsitzende der NABU-Regionalgruppe Werner Scheibelt brachte einen Gruß von Otto Kerstan aus Karlshagen mit. Der ließ den Inselfreunden übermitteln, dass der Verkauf des Naturschutzzentrums vorläufig ausgesetzt sei. Damit behalten die Umweltverbände vorerst ihr Vereinsdomizil in Karlshagen.

Bei den abschließenden Vorstandswahlen wurde der alte Vorstand wie folgt bestätigt: Achim Schultz (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Abraham (Stellvertreter), Helga Georgi (Schatzmeisterin), Achim Haufschild und Dietmar Pühler (beide Beisitzer). Neu in den Vorstand wurde Lutz Hameister (Beisitzer) gewählt. Hameister ist seit Kurzem auch Vorsitzender des Vereins der zertifizierten Natur- und Landschafsführer.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 21.03.2006, 19:24 Uhr


 
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