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2. Handball-Bundesliga Nord, 26. Spieltag, 15.03.2006

Abschlussschwäche verhindert möglichen HSV-Sieg

HSV BW Insel Usedom – Reinickendorfer Füchse 21:24 (10:9)

HSV BW Insel Usedom: Köpke, Wilkosz; Wicht (3), Teetzen, Christ (4), Gala (1), Holtz (1), Klepp (1/1), Gleß (1), Thormann (4), Kekesi (3), Hoffmann (3), Wittkopf (n.e.), Saß (n.e.)

Reinickendorfer Füchse: Vortmann, Ohle; Pöhl, Rose (13/1), Roemling (2), Detlof (2), Deffke (1), Loge (n.e.), Matz (1), Hartensuer (3), Plessow (n.e.), Pieper (n.e.), Prokopec (2)

Schiedsrichter: Jäger / Lindner (Niesky / Görlitz)
Zuschauer: 500

Zeitstrafen: 8 : 10 Minuten
Siebenmeter: 6/1 : 1/1

Beste Spieler: Wilkosz – Ohle, Rose

Am Ende war es wie immer, frustrierte HSV-Fans, jubelnde Gästespieler und die Erkenntnis, abermals gegen einen schlagbaren Gegner verloren zu haben.

Doch Glück für die Reinickendorfer Füchse, dass der zuletzt formschwache Ex-Nationalspieler Christian Rose einen bärenstarken Tag erwischte. Er erledigte den HSV mit seinen 13 Treffern fast im Alleingang, während die restlichen Füchse nur in der Abwehr Biss zeigten. Außerdem stand dahinter ein gut aufgelegter Carsten Ohle im Tor, der vierzehn Bälle und drei Siebenmeter hielt.

Damit zog er den HSV-Angreifern schon früh den Nerv. Allerdings meldeten die sich bis zur Pause trotz vier vergebener Siebenmeter noch einmal zurück. Beim 6:9 (23.) ließ HSV-Coach Peter Pysall den bis dahin sechsmal erfolgreichen Rose in Manndeckung nehmen. Mit Erfolg. Die Füchse blieben bis zum Wechsel torlos, während der HSV das Ergebnis auf 10:9 drehte.

Auch die zweite Hälfte begann mit Fabian Christs viertem Treffer zum 11:9 hoffnungsvoll. Aber, es sollte sein letzter bleiben. Denn: „Wir hatten uns gut auf die Anspiele auf Christ eingestellt“, so der Gästetrainer Jörn-Uwe Lommel.
Was folgte, war ein kopfloses Anrennen gegen das Berliner Tor, halbherzige Würfe aus dem Rückraum und vor allem von Linksaußen, die ein gefundenes Fressen für den Füchse-Keeper wurden. Ohle konnte so immer wieder erfolgreiche Konter einleiten. Während der HSV zehn Minuten ohne Tor blieb, drehten die Gäste das Spiel von 12:10 (34.) entscheidend auf 14:22 (52.).

Sie gestatteten dem HSV nur noch Ergebniskosmetik. Eik Wicht gelangen so die ersten Treffer und mit der Schlusssirene brach Felix Klepp den Bann vom Siebenmeterpunkt mit seinem Tor zum 21:24-Endstand.

Beim HSV konnten nur Tomasz Wilkosz mit dreizehn Paraden und mit Abstrichen Christ überzeugen, für den allerdings die Partie in der 50. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe beendet war. Trotz einer vom Publikum mit wütenden Pfiffen quittierten Schiedsrichterleistung wollte Pysall den Grund für die Pleite nicht bei den Referees suchen. „Wir müssen bei uns anfangen. Wenn wir die Hundertprozentigen nicht rein machen, können wir das Spiel nicht gewinnen“, so sein enttäuschtes Fazit.

Der bei den Füchsen für das ehrgeizige Aufstiegs-„Projekt Berlin“ verantwortliche Manager Bob Hanning sprach von einer großen Erleichterung. „Der Druck war riesengroß“, so sein Statement. „Wir brauchen noch fünf Siege. Für mich sind Niestetal und Augustdorf die am stärksten bedrohten Teams. Außerdem hoffe ich, dass Usedom den ein oder anderen Konkurrenten schlägt.“ Sprach´s und entschwand zum Siegerbierchen in die Kabine.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 21.03.2006, 19:24 Uhr


 
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