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Frauen zwischen Freundschaft und Rivalität

Zinnowitz. „Von Stutenbissigkeit und Busenfreundinnen“ handelte das Frühstücks-Treffen für Frauen am Sonnabend im Zinnowitzer Naturfreundehaus. 104 Frauen und zwei Männer waren gekommen.
Heike Gärner, Mitorganisatorin des sechsten Usedomer Frühstücks-Treffens erinnerte daran, dass zeitgleich in elf anderen deutschen Städten Frauenfrühstücke stattfänden. Die Frauen wollten damit Räume schaffen, um über den Sinn des Lebens zu reden.

Dass diesem Wunsch in unserer Region eine große Zahl von Frauen nachkommt, lässt sich daran festmachen, dass die Teilnehmerzahl stets um die Hundert liegt. Zu diesen kamen noch zwanzig Kinder, für die es ein eigenes Frühstück und Programm gab.

Unterdessen bereitete Anne-Rose Kolkwitz aus Wolgast mit ihrer Violine den Boden für die Referentin. Antje Balters aus Riede bei Bremen ist fünffache Mutter und freiberuflich u. a. als Lektorin und Autorin tätig. Klar, dass die so geforderte Frau viel Lebenserfahrung mitbringt und ordentlich aus dem Nähkästchen plaudern konnte.

Balters beleuchtete die Rivalität zwischen Frauen in verschiedenen Lebenssituationen, so zwischen Mutter und Tochter oder zwischen Kolleginnen am Arbeitsplatz. Frauen trügen ihre Rivalität, anders als Männer, nicht offen sondern meist „auf dem Minenfeld des Nichtgesagten“ aus. Dabei seien sie oftmals Täter und Opfer in einer Person. Das Aussehen, so Balters, sei der Hauptaustragungsort von Rivalität. Erst viel später folgten Beruf, Haushalt, Partner und Familie. Frauen wollten schön, erfolgreich und akzeptiert zugleich sein. Dabei seien sie oftmals getrieben von Pflichtgefühl, eigenen hohen Erwartungen und Ängsten.

Dagegen riet sie: „Wir müssen gut zu uns selbst sein, dann hat das auch Auswirkungen auf andere.“ Die Zufriedenheit mit sich führe dazu, dass man auch andere Menschen so annehmen könne, wie sie sind. „Liebe ist Loslassen. Sie bedeutet das Ende von Rivalität und Konkurrenz“, so Balters´ Credo. Für die dankbaren Zuhörerinnen dürfte auch das sechste Frühstücks-Treffen in Zinnowitz ein gutes Stück Lebenshilfe gewesen sein.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 04.03.2006, 12:28 Uhr


 
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