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Anbaden in Koserow lockte 22 Eisbader an

3. Auflage des kleinsten Usedomer Eisbadespektakels vor 500 Zuschauern

Koserow. Eisbaden übt eine ungewöhnliche Faszination aus. Rund Fünfhundert Schaulustige zog es am Sonnabend auf die Koserower Seebrücke, von denen die zweiundzwanzig Unerschrockenen beim Stürmen der drei Grad kalten Ostsee warmen Applaus bekamen.

Damit lag die Wassertemperatur um ein Grad über der Lufttemperatur, was erklären mag, dass es die überwiegend älteren Eisbader aus Anklam, Koserow, Mesekenhagen, Zinnowitz, von der Wasserwacht Greifswald und den Stralsunder Walrossen ungewöhnlich lange in den Fluten aushielten.

Für den Anklamer Siegfried Schmidt, der tagtäglich zur Abhärtung in die Peene steigt, war es bereits das dritte Eisbaden auf der Insel nach den Veranstaltungen in Zinnowitz und Ahlbeck. Seit sieben Jahren schwört er auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Winterbadens.

Genau so lange fröhnt die Koserowerin Gisela Bunkwitz dem winterlichen Badevergnügen. Sie habe sich schon richtig auf die Koserower Veranstaltung gefreut, gab sie zu wissen. Nein, in Ahlbeck sei sie nicht gewesen. Dort seien ihr zu viele Leute im Wasser. Das kann für den Koserower Strand nicht behauptet werden. Hier ist noch viel Platz zum Erstürmen der Ostsee. Unter den 22 Badeenthusiasten waren auch zwei als Fußbälle verkleidet. Frei nach dem Motto „Deutschland geht baden“. Hoffentlich kein schlechtes Omen für die bevorstehende Fußball-WM im Sommer.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 04.03.2006, 12:27 Uhr


 
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