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Usedom: Naturvielfalt auf engstem Raum
Die beliebte Ferieninsel ist seit sechs Jahren Naturpark
Usedom. 2006 ist ein Jubiläumsjahr für die mehr als 90 Naturparke in Deutschland. Denn vor 50 Jahren bereitete der Hamburger Großkaufmann Dr. Alfred Toepfer den Weg für die deutschen Naturparke. Am 6. Juni 1956 stellte er in der Universität Bonn sein Programm für 25 Naturparke mit dem Ziel vor, Natur- und Landschaft zu schützen und gleichzeitig Menschen Erholungsmöglichkeiten zu bieten. Der Verband der Naturparke (VdN), dem auch der Naturpark Insel Usedom angehört, hat deshalb 2006 zum „Jahr der Naturparke“ erklärt.
Usedom. 2006 ist ein Jubiläumsjahr für die mehr als 90 Naturparke in Deutschland. Denn vor 50 Jahren bereitete der Hamburger Großkaufmann Dr. Alfred Toepfer den Weg für die deutschen Naturparke. Am 6. Juni 1956 stellte er in der Universität Bonn sein Programm für 25 Naturparke mit dem Ziel vor, Natur- und Landschaft zu schützen und gleichzeitig Menschen Erholungsmöglichkeiten zu bieten. Der Verband der Naturparke (VdN), dem auch der Naturpark Insel Usedom angehört, hat deshalb 2006 zum „Jahr der Naturparke“ erklärt.
Ein guter Grund, den im Dezember 1999 festgesetzten Naturpark Insel Usedom vorzustellen. Schließlich ist die reichhaltige Natur eines der Hauptmotive, weshalb erholungssuchende Menschen die Insel Usedom als Urlaubsziel wählen. Endlose weiße Sandstrände, Dünen und steile Felsen an der Küste, ausgedehnte Wälder im Usedomer Achterland, Wiesen, Moore und Seen: Usedom hat ein Mosaik unterschiedlichster Landschaftsformen auf kleinstem Raum zu bieten. Sie machen den besonderen Charakter der Naturparkinsel aus.
Der wesentliche Teil des Naturparks, der mit der „Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“ ausgezeichnet wurde, wird durch die zweitgrößte deutsche Ostseeinsel mit ihrer Außenküste, dem Peenestrom, dem Achterwasser und einem Teil des Stettiner Haffs gebildet. Ein schmaler Festlandstreifen zwischen Klotzow im Süden und Spandowerhagen im Norden vervollständigen das Naturparkterritorium, das eine Fläche von 630 Quadratkilometer umfasst.
Das Gesicht dieser norddeutschen Kulturlandschaft wurde sowohl durch die letzte Eiszeit als auch durch das Wirken des Menschen über viele Jahrtausende hinweg geschaffen. So sind heute noch menschliche Spuren aus der Jungsteinzeit (4000 bis 1800 v. Chr.) zu sehen. Die Großsteingräber in Lütow auf der Halbinsel Gnitz sind stumme Zeugen aus dieser frühesten Besiedlungsphase Usedoms.
Das Vorkommen vieler seltener Tier- und Pflanzenarten haben dazu geführt, dass es insgesamt vierzehn Naturschutzgebiete mit einer Fläche von zusammen 4.000 Hektar auf Usedom gibt. Zu den hier vorkommenden gefiederten Raritäten gehören Eisvogel, Kranich, Seeadler und natürlich der Weißstorch. Von den mehr als zwanzig seltenen Säugetierarten seien stellvertretend Fischotter und Baummarder genannt. Zu den geschützten Pflanzenarten zählen unter anderem der Lungen-Enzian, verschiedene Knabenkraut-Arten und die Stranddistel.
Die meisten geschützten Arten sind in den Mooren und Seen sowie auf den Inseln und Halbinseln an Ostsee und Binnenküste anzutreffen. Das Gebiet am Peenemünder Haken stellt mit seinen ausgedehnten Windwatten einen international bedeutsamen Rastplatz für Wasser- und Watvögel dar. Als Seevogelschutzgebiete sind die Insel Wotig (im Peenestrom), Böhmke und Werder (im Balmer See) sowie Görmitz (im Achterwasser) bedeutsam. Der Gothensee, das Thurbruch und die Zerninseesenke sind Rückzugsräume von Moorflora und –fauna.
Zu den Seebädern Ahlbeck, Bansin, Heringsdorf und Zinnowitz mit ihrer charakteristischen Bäderarchitektur steht die Naturvielfalt der Insel Usedom in einem reizvollen Kontrast. Von den Küstenorten führen rund 600 Kilometer Rad- und Wanderwege in die Naturräume der Insel. Kulturhistorische und technische Denkmäler wie das Wasserschloss Mellenthin, die Bockwindmühle Pudagla, das Windschöpfwerk Kachlin oder die Karniner Eisenbahnhubbrücke gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen.
Der wesentliche Teil des Naturparks, der mit der „Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“ ausgezeichnet wurde, wird durch die zweitgrößte deutsche Ostseeinsel mit ihrer Außenküste, dem Peenestrom, dem Achterwasser und einem Teil des Stettiner Haffs gebildet. Ein schmaler Festlandstreifen zwischen Klotzow im Süden und Spandowerhagen im Norden vervollständigen das Naturparkterritorium, das eine Fläche von 630 Quadratkilometer umfasst.
Das Gesicht dieser norddeutschen Kulturlandschaft wurde sowohl durch die letzte Eiszeit als auch durch das Wirken des Menschen über viele Jahrtausende hinweg geschaffen. So sind heute noch menschliche Spuren aus der Jungsteinzeit (4000 bis 1800 v. Chr.) zu sehen. Die Großsteingräber in Lütow auf der Halbinsel Gnitz sind stumme Zeugen aus dieser frühesten Besiedlungsphase Usedoms.
Das Vorkommen vieler seltener Tier- und Pflanzenarten haben dazu geführt, dass es insgesamt vierzehn Naturschutzgebiete mit einer Fläche von zusammen 4.000 Hektar auf Usedom gibt. Zu den hier vorkommenden gefiederten Raritäten gehören Eisvogel, Kranich, Seeadler und natürlich der Weißstorch. Von den mehr als zwanzig seltenen Säugetierarten seien stellvertretend Fischotter und Baummarder genannt. Zu den geschützten Pflanzenarten zählen unter anderem der Lungen-Enzian, verschiedene Knabenkraut-Arten und die Stranddistel.
Die meisten geschützten Arten sind in den Mooren und Seen sowie auf den Inseln und Halbinseln an Ostsee und Binnenküste anzutreffen. Das Gebiet am Peenemünder Haken stellt mit seinen ausgedehnten Windwatten einen international bedeutsamen Rastplatz für Wasser- und Watvögel dar. Als Seevogelschutzgebiete sind die Insel Wotig (im Peenestrom), Böhmke und Werder (im Balmer See) sowie Görmitz (im Achterwasser) bedeutsam. Der Gothensee, das Thurbruch und die Zerninseesenke sind Rückzugsräume von Moorflora und –fauna.
Zu den Seebädern Ahlbeck, Bansin, Heringsdorf und Zinnowitz mit ihrer charakteristischen Bäderarchitektur steht die Naturvielfalt der Insel Usedom in einem reizvollen Kontrast. Von den Küstenorten führen rund 600 Kilometer Rad- und Wanderwege in die Naturräume der Insel. Kulturhistorische und technische Denkmäler wie das Wasserschloss Mellenthin, die Bockwindmühle Pudagla, das Windschöpfwerk Kachlin oder die Karniner Eisenbahnhubbrücke gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen.