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MGG will erneut Umweltschule werden

Umwelt-AG des Heringsdorfer Gymnasiums vermisst Jungfernsee

Heringsdorf. Zum dritten Mal hintereinander strebt das Maxim-Gorki-Gymnasium (MGG) in Heringsdorf den Titel „Umweltschule in Europa“ an. Dafür will der Biologie- und Geografielehrer Harald Heinz sorgen. Seit vielen Jahren leitet er die Umwelt-AG seiner Schule.
Mit seiner Kollegin Heike Mende sowie Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10 und 12 machte er sich am Dienstag auf den eisigen Weg in die Endmoränenlandschaft zwischen Korswandt und Golm. Ziel der Exkursion durch den winterlichen Wald war der Jungfernsee, der unmittelbar nördlich des Naturschutzgebietes „Zerninsee-Senke“ liegt.

Der Jungfernsee ist bereits der dritte der im Wald versteckten Seen, die in den letzten Jahren von Projektgruppen der Umwelt-AG inventarisiert wurden. Den Anfang machte der Kesselsee, dann folgte das Schwarze Herz und nun ist der kleinste der drei an der Reihe.

Für die jungen Leute hieß es, zunächst das Herz in die Hand zu nehmen und sich auf das zugefrorene Gewässer zu wagen, dann Hand anzulegen. So musste die Länge und Breite vermessen, die Tiefe an drei Stellen ermittelt und der pH-Wert festgestellt werden. Für diese Arbeiten war der Frost ideal, auch wenn sie mit Nervenkitzel und Eishacken verbunden waren.

Sebastian Goetsch aus Neuhof sorgte für den Durchbruch im etwa zwanzig Zentimeter dicken Eis. Aus dem Loch quoll braunes Wasser, das schon auf einen hohen Humingehalt und somit niedrigen pH-Wert schließen ließ. Das konnte Marie Richter aus der 10. Klasse bestätigen, die mit dem pH-Messgerät einen Wert von 4,4 ermittelte. Damit erwies sich der Jungfernsee wie die beiden anderen Waldgewässer als ziemlich sauer.

„Das war zu erwarten“, meinte ihr Lehrer Harald Heinz, der dann doch noch eine Überraschung erlebte, als der Zwölftklässler Ben Teetzen die Tiefenmessungen vornahm. In der Mitte des Sees betrug sie nämlich beachtliche 5,70 Meter.

Nach den gerade vorgenommenen Arbeiten wird der etwa 40 mal 20 Meter messende Jungfernsee im Frühjahr erneut Besuch von den Schülerinnen und Schülern bekommen. Dann folgen noch Untersuchungen von Wasserproben aus verschiedenen Tiefen sowie eine botanische und faunistische Bestandsaufnahme. Alle Ergebnisse fließen danach in einen Projektbericht ein. Zudem sei eine Informationstafel für das Schwarze Herz in Vorbereitung, die der Naturpark vor Ort aufstellen wolle.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 06.02.2006, 14:31 Uhr


 
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