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Usedomer Wildschinken soll Markt erobern

Relzow/Kreis Ostvorpommern. Die Anklamer Fleisch- und Wurstwaren GmbH (AFW) und die Usedom Tourismus GmbH (UTG) haben am heutigen Mittwoch einen Vertrag unterzeichnet, der es dem Relzower Unternehmen AFW erlaubt, seine Wildspezialitäten mit dem Usedom-Logo zu vermarkten.
Im Gegenzug wirbt die UTG für die Wild-Produktschiene der Großfleischerei auf seiner Internetseite www.usedom.de. Als erste gemeinsame Marketingaktion ist die Präsention eines „Usedomer Wildschinken“ auf der Grünen Woche in Berlin (13.-22. Januar 2006) geplant.

Der Chef des Tourismusverbandes Insel Usedom, Gerd Schulz, erhofft sich, mit den Usedomer Wildspezialitäten über die bestehende Vertriebsschiene der AFW bundesweit breitere Kreise ansprechen zu können. Besonders unter dem Aspekt, dass in den alten Bundesländern 60 bis 70 Prozent der Menschen Usedom nicht kennen würden, habe die Vermarktung der Usedomer Wildspezialitäten einen hohen Werbeeffekt.

Der Geschäftsführer der Anklamer Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Hartmut Krüger, betonte die Bedeutung des Qualitätsproduktes Wild für sein Unternehmen, das einen Jahresumsatz von 7 Mio. Euro erwirtschaftet und derzeit 96 Mitarbeiter beschäftigt, davon 18 Auszubildende. „Wenn man da bestehen will, muss man nach Nischen suchen“, führte er aus. Die seien in regionalen Spezialitäten von hoher Qualität zu finden.

Doch noch bilden die Wildspezialitäten einen marginalen Anteil an der Produktion der AFW. So wurden im vergangenen Jahr 225 Tiere aus vorpommerschen Wäldern verarbeitet. Zur Zeit reiche dies, um die Usedomer Gastronomie und die Handelskette Sky in den Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu beliefern. Die Grüne Woche soll nun zeigen, ob der Usedomer Wildschinken auch den Weg in die Vertriebsschienen bundesweiter Discounter finden wird.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 04.01.2006, 22:42 Uhr


 
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