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Traumhaft: Mit Sack und Pack ins Ausland
Jugendliche zieht es während der Schulzeit in fremde Länder und Kulturen. Sie wollen ihre Sprachkenntnisse verbessern und neue Leute kennen lernen.
Wolgast/Heringsdorf.
Einfach mal raus in die Welt, neue Kulturen kennen lernen, eine großartige Zeit verbringen und nebenbei noch etwas Sinnvolles tun, zum Beispiel ein High School-Jahr oder eine Beschäftigung als Au-pair. So denken bestimmt viele junge Leute. Gerade auf unserer kleinen Insel Usedom und in Wolgast ist es für viele Jugendliche ein Traum, nach der Schule Lebenserfahrungen im großen, weiten Ausland zu sammeln.
Die Möglichkeiten reichen von Praktika in Australien über High School in den USA bis zu sozialen Diensten in Ecuador. Sicher braucht es einiges an Mut, in jungen Jahren ganz allein in ein fremdes Land und eine fremde Familie zu gehen. Andererseits ist es auch positiv zu bewerten, wenn gerade junge Leute mit Motivation und Ehrgeiz ausgestattet sind, um ihr Leben in der Region zu gestalten.
Deswegen haben wir uns einmal umgehört, was Ihr von Auslandsaufenthalten haltet, welche speziellen Pläne Ihr habt und welche Erfahrungen gesammelt worden, wenn jemand plötzlich ohne seine gewohnte Umgebung zurecht kommen musste.
So erzählte Katharina Michael, dass sie sich bei der Organisation EF informiert hat, die unter anderem Sprach- und Studienprogramme in 30 Ländern anbietet. Die 19-jährige ging für ein Jahr nach Indiana in die USA und besuchte dort die Schule. Nebenbei hat sie Mathenachhilfe gegeben und Babysitting gemacht. Wenn die 19-Jährige mit der Schule fertig ist, „würde ich gerne mit einem Studium auf Englisch beginnen, zum Beispiel im Touristikbereich.“ Der 18-jährige Florian Poeck wollte eigentlich nach Kanada. Durch die Broschüren der GIVE, die High School-Aufenthalte in Kanada, Neuseeland, Australien und den USA organisieren, will er jetzt nach Kalifornien. Nach dem Abi möchte der Pudaglaer sein Englisch im Ausland verbessern und dort auch seinen Zivildienst absolvieren.
Der Wolgaster Sebastian Dallmann kann sich an Heimweh während seines Aufenthaltes nicht erinnern. Er verbrachte das vergangene Schuljahr in Brasilien. „Dieses Land kann ich nur empfehlen“, schwärmt er, „ die Menschen sind so herzlich und offen.“ Obwohl er bei seiner Ankunft kein Wort Portugiesisch konnte, lebte er sich recht schnell ein und hat immer noch Kontakt zu seiner Gastfamilie. Auch von seiner Austauschorganisation „Rotary International“ kann er nur Gutes berichten. Deren Wahlspruch heißt: „Selbstloses Dienen“, was Austauschjahre und ähnliches angeht.
Zur Zeit Austauschschüler ist Will Lebes aus Ohio. Er besucht die 13. Klasse des Heringsdorfer Gymnasiums. Da er schon zweimal privat in Deutschland war, hat er sich zu diesem Schritt entschieden. „Mein Aufenthalt auf Usedom ist in vier Wochen leider vorbei.“ Allerdings beginnt er im Oktober ein Studium für internationale Beziehungen in Genf.
FRANZISKA FISCHER und ANJA LERCH
Ostseezeitung, Mittwoch, 25. Mai 2005
Einfach mal raus in die Welt, neue Kulturen kennen lernen, eine großartige Zeit verbringen und nebenbei noch etwas Sinnvolles tun, zum Beispiel ein High School-Jahr oder eine Beschäftigung als Au-pair. So denken bestimmt viele junge Leute. Gerade auf unserer kleinen Insel Usedom und in Wolgast ist es für viele Jugendliche ein Traum, nach der Schule Lebenserfahrungen im großen, weiten Ausland zu sammeln.
Die Möglichkeiten reichen von Praktika in Australien über High School in den USA bis zu sozialen Diensten in Ecuador. Sicher braucht es einiges an Mut, in jungen Jahren ganz allein in ein fremdes Land und eine fremde Familie zu gehen. Andererseits ist es auch positiv zu bewerten, wenn gerade junge Leute mit Motivation und Ehrgeiz ausgestattet sind, um ihr Leben in der Region zu gestalten.
Deswegen haben wir uns einmal umgehört, was Ihr von Auslandsaufenthalten haltet, welche speziellen Pläne Ihr habt und welche Erfahrungen gesammelt worden, wenn jemand plötzlich ohne seine gewohnte Umgebung zurecht kommen musste.
So erzählte Katharina Michael, dass sie sich bei der Organisation EF informiert hat, die unter anderem Sprach- und Studienprogramme in 30 Ländern anbietet. Die 19-jährige ging für ein Jahr nach Indiana in die USA und besuchte dort die Schule. Nebenbei hat sie Mathenachhilfe gegeben und Babysitting gemacht. Wenn die 19-Jährige mit der Schule fertig ist, „würde ich gerne mit einem Studium auf Englisch beginnen, zum Beispiel im Touristikbereich.“ Der 18-jährige Florian Poeck wollte eigentlich nach Kanada. Durch die Broschüren der GIVE, die High School-Aufenthalte in Kanada, Neuseeland, Australien und den USA organisieren, will er jetzt nach Kalifornien. Nach dem Abi möchte der Pudaglaer sein Englisch im Ausland verbessern und dort auch seinen Zivildienst absolvieren.
Der Wolgaster Sebastian Dallmann kann sich an Heimweh während seines Aufenthaltes nicht erinnern. Er verbrachte das vergangene Schuljahr in Brasilien. „Dieses Land kann ich nur empfehlen“, schwärmt er, „ die Menschen sind so herzlich und offen.“ Obwohl er bei seiner Ankunft kein Wort Portugiesisch konnte, lebte er sich recht schnell ein und hat immer noch Kontakt zu seiner Gastfamilie. Auch von seiner Austauschorganisation „Rotary International“ kann er nur Gutes berichten. Deren Wahlspruch heißt: „Selbstloses Dienen“, was Austauschjahre und ähnliches angeht.
Zur Zeit Austauschschüler ist Will Lebes aus Ohio. Er besucht die 13. Klasse des Heringsdorfer Gymnasiums. Da er schon zweimal privat in Deutschland war, hat er sich zu diesem Schritt entschieden. „Mein Aufenthalt auf Usedom ist in vier Wochen leider vorbei.“ Allerdings beginnt er im Oktober ein Studium für internationale Beziehungen in Genf.
FRANZISKA FISCHER und ANJA LERCH
Ostseezeitung, Mittwoch, 25. Mai 2005