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„Dreikaiserbäder“ wird „Seebad Heringsdorf“

Dreikaiserbäder. Der Bürgerentscheid zur Umbennenung der derzeitigen Gemeinde „Dreikaiserbäder“ zur Gemeinde „Kaiserbäder“ ist gescheitert. Somit ist der Weg frei für den im September vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossenen Namen „Seebad Heringsdorf“.
Lange Gesichter gab es am Sonntag Abend direkt nach Bekanntwerden der Ergebnisse der drei Wahlbüros in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bei den Befürwortern der Namensvariante „Kaiserbäder“, allen voran bei Abstimmungsinitiator Thomas Heilmann und Bürgermeister Klaus Kottwittenborg. Diese hatten gehofft, die hohe Hürde von 25 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten nehmen zu können. Von den 8.149 Wahlberechtigten in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin hätten demnach 2.038 ein „Ja“ auf die Frage „Soll die neue Gemeinde Kaiserbäder heißen?“ ankreuzen müssen.

Das taten aber nur 1.538 von 2.527 Bürgerinnen und Bürgern, die zur Abstimmung schritten. In der Endabrechnung fehlten somit exakt 500 Ja-Stimmen für einen erfolgreichen Bürgerentscheid. Dabei fielen die Ortsteilergebnisse erwartungsgemäß sehr unterschiedlich aus. Während von 704 Heringsdorfern 548 mit „Nein“ stimmten, gab es nur 151 „Kaiserbäder“-Befürworter. In Bansin stimmten von 621 Wählern 488 mit „Ja“ und 131 mit „Nein“. Noch deutlicher pro „Kaiserbäder“ fiel das Ergebnis in Ahlbeck aus, 899 stimmten mit „Ja“, 296 mit „Nein“. 14 Stimmen waren insgesamt ungültig.

Während sich Klaus Kottwittenborg als fairer Verlierer gab, jubelten andere, wie der CDU-Gemeindevertreter Holger Kohlhause im alten Heringsdorfer Rathaus, wo die Ergebnisse zusammenliefen. Kottwittenborg bedauerte, dass eine gute Gelegenheit verpasst worden sei, den in der Tourismuswerbung erfolgreichen Begriff der „Kaiserbäder“ zum Gemeindenamen zu machen. Um zu dokumentieren, dass die Fusion der drei Teilorte auf Augenhöhe geschehen sei, hätte er sich gewünscht, dass kein Ortsname bevorzugt wird.

Holger Kohlhause, der sich ebenfalls direkt im Wahlbüro über den Ausgang der Abstimmung erkundigte, zeigte sich erleichtert. Nun könne man sich im Gemeindeparlament endlich den Sachthemen zuwenden. Der neue „alte“ Gemeindename muss nun noch vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern genehmigt werden, bevor die Dreigemeinde offiziell „Seebad Heringsdorf“ heißen darf.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 20.12.2005, 20:23 Uhr


 
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