News

Usedomer Ring läutet erste Runde ein

Neue Wählergemeinschaft gegründet - Listen für Kreistag und Ortsparlamente geplant - Eine Inselstadt ist Ziel

Ostvorpommern. Die neue Wählergemeinschaft "Allianz Usedomer Ring" will bei der Kommunalwahl am 13. Juni mit eigenen Listen sowohl für den Kreistag als auch für die Ortsparlamente kandidieren. Schon in zwei Wochen wolle man die jetzt in Umlauf gebrachten Aufnahmeformulare - auf denen auch die Bereitschaft zu einer Kanditatur angegeben werden soll - auswerten, sagte gestern bei der Auftaktsitzung in Bansin Jörgen Boße, Ring-Mitinitiator und Bäderbahn-Geschäftsführer. Boße könne sich vorstellen, für den Kreistag zu kandidieren, informierte der frisch gekürte Ring-Sprecher Wolfgang Abraham.
Zu der Diskussion waren zahlreiche Vertreter aus dem öffentlichen Leben der Insel erschienen, Amtsinhaber aus etablierten Parteien blieben aber weitestgehend fern. Mit von der Partie waren indes der Zinnowitzer Bürgermeister Wolfgang Krug, seine Usedomer Amtskollegin Anette Zeng und der Ahlbecker Rathaus-Chef Klaus Kottwittenborg (alle parteilos). Ziel ist es, Usedom nach außen eine gemeinsame Stimme zu verschaffen und auf der Insel zukunftsträchtige Strukturen aufzubauen, waren sich die Teilnehmer einig.
Verfolgt wird dabei die Idee von "Einer Insel - eine Stadt". Boße plädierte in dem Zusammenhang für einen kreisfreien Status. Um diese Ziele in den politischen Gremien auch durchzusetzen, suche man jetzt inselweit Verbündete und Kandidaten, hieß es. "Bis in den letzten Winkel Usedoms" müssten die Bürger ereicht werden, forderte dann nicht nur der Morgenitzer Pastor Friedrich von Kymmel. Dass das Anliegen des Rings im Interesse der Einwohner sei, wolle man unbedingt vermitteln. So argumentierte Zeng beispielsweise, dass eine Insel-Stadt Vorteile gestalterischer Art mit sich bringe. "Gäbe es eine gemeinsame Bauleitplanung, hätten wir schon lange ein Radwegesystem auf der Insel. Abgestimmt werden könnten dann auch große Projekte wie eine Marina", meinte sie.
Krug wies darauf hin, dass Kosten gespart würden, die dann den Bürgern zu Gute kämen. Als Exempel führte er an, dass viele kleine Etats zu einem großen zusammengeführt werden können. Beklagt wurde von allen Teilnehmern, dass auf Usedom mittlerweile "Stillstand" zu beobachten sei.


eingereicht von : Admin am 01.01.2004, 13:07 Uhr


 
Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung