News

Mit dem Wind um die Nase über Usedom

Garz. Er sieht aus, als wäre er gerade der Leinwand entstiegen, auf der „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ über den Ärmelkanal donnern. Jörg Transchel aus Zempin trägt eine schwarze Fliegerjacke, den Kopf bedeckt eine eng anliegende Lederhaube und die Augen eine verchromte Fliegerbrille. So steht er stolz neben seiner „Fliegenden Kiste“ auf dem Flughafen Heringsdorf. Doch sein beiger Doppeldecker ist neu und wartet auf die ersten Mitflieger.
Unter dem Motto „Flug in die Vergangenheit“ bietet Transchel seit kurzem Erlebnisflüge über die Insel Usedom an. Über Funk erzählt er dabei seinen Mitfliegern Wissenswertes über die Geschichte und Geologie der Insel. Vier Themenrouten hat er im Repertoire: Die „Raketenstrecke“ entlang der Ostseeküste bis Peenemünde, die „Geologiestrecke“ über Loddin, Gnitz und Karnin, die „Bäderbahnstrecke“ über das Achterwasser bis Wolgast sowie die „Oderhaffstrecke“ nach Mönkebude, Anklam und Karnin.

All diese Flüge, bei denen fotografiert werden darf, dauern zwischen dreißig und fünfzig Minuten. Transchel fliegt auf Wunsch der Passagiere auch andere Routen. Langstreckenflüge sind ebenfalls im Angebot. Anknüpfend an die alte Tradition nennt der 39-jährige Zempiner sie Poststreckenflüge. Sie führen über eine rund 200 Kilometer lange Route, dauern knapp zwei Stunden und haben unter anderem Rügen mit den Kreidefelsen und Kap Arkona zum Ziel.

Um den Flug in der offenen zweisitzigen Maschine stilecht genießen zu können, hält der Ultraleicht-Pilot für seine Passagiere Lederjacke mit Fellkragen, Lederhaube mit integriertem Headset sowie Fliegerbrille bereit. Nach bestandenem „Erstflug“ gibt es zur Erinnerung ein „Luftfahrtzertifikat“ aus seiner Hand.

Weitere Informationen siehe unter: www.doppeldecker-fliegen.de (Die Seite ist zur Zeit im Aufbau)


eingereicht von : Dietmar Pühler am 28.10.2005, 20:05 Uhr


 
Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung