News

Bundespräsident Köhler in Jugendbegegnungsstätte Golm

Kamminke. Am Sonnabend holte Bundespräsident Horst Köhler seinen Besuch auf Usedom nach, den er vor einem Jahr wetterbedingt absagen musste. In der Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kamminke trafen er und Ministerpräsident Harald Ringstorff mit 36 Jugendlichen aus Deutschland und Polen zusammen.
In dem einstündigen Gespräch wurden von den jungen Leuten viele aktuelle Themen, wie die Grenzfrage auf Usedom, die Einschätzung des Staatsoberhauptes zur Wahl in Polen oder die Polen umgehende Gaspipeline aus Russland durch die Ostsee nach Lubmin angesprochen.

Köhler sagte, es sei wichtig, sich kennenzulernen, aus der gemeinsamen Geschichte zu lernen und zu sehen, wie der jeweils andere denke. Nur daraus könne Versöhnung erwachsen. Angesprochen auf die kürzlich besiegelte Gaspipeline machte er keinen Hehl daraus, dass aus seiner Sicht nicht ausreichend mit Polen gesprochen worden sei. Er hätte sich gewünscht, „dass man einmal mehr einen Zwischenstopp in Warschau einlegt, wenn man nach Moskau fliegt“, sagte Köhler mit einem Seitenhieb auf Noch-Kanzler Schröder.

Der Bundespräsident machte sich anschließend auf den Weg zum Golm. Dort begrüßten ihn Inge und Otto Simon von der Interessengemeinschaft Gedenkstätte Golm. Nach Erläuterung der Ausstellung im Informationspavillon begaben sich Köhler und Ringstorff zum Mahnmal auf der Spitze des Golm, wo die beiden Staatsmänner einen Kranz niederlegten.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 25.09.2005, 22:15 Uhr


 
Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung