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Grenzübergang Ahlbeck soll auch künftig für Pkw tabu sein

UBB-Verlängerung hat grünes Licht / Erste Züge sollen 2006 rollen

Bansin. Mit gleich mehreren Paukenschlägen wartete letzte Woche das Planungskonsortium für das „Integrierte Verkehrskonzept Usedom-Wollin“ in Bansin auf. So bestätigte Noch-Verkehrs-Staatssekretär Tilo Braune (SPD), dass die UBB mittlerweile die Grundstücke für die Streckenverlängerung nach Swinemünde erworben hat, dass der Grenzübergang in Ahlbeck für den motorisierten Individualverkehr geschlossen bleiben soll und dass die Kaiserbäder vom Durchgangsverkehr zu entlasten seien.

Statt dessen würde künftig der Transitverkehr vor den Kaiserbädern über die Landesstraße 265 und die B 110 über den Grenzübergang Garz ins polnische Swinemünde geführt. Dazu soll laut Dr. Uwe Reiter, Projektleiter der mit der Studie beauftragten PTV AG Berlin, die L 265 zur Bundesstraße hochgestuft werden. Er gehe aber davon aus, dass die Leistungsfähigkeit dieser Straße auch ohne Ausbau gegeben ist. Statt auf teuren Infrastrukturausbau setze das Verkehrskonzept auf „intelligente Verkehrslösungen“ mittels Telematik, so Braune.

Wie Andrzej Szczodry, Vizepräsident der Stadt Swinemünde, bestätigte, könne mittlerweile auch die polnische Seite damit leben, dass der motorisierte Individualverkehr über Garz geleitet wird. Bauchschmerzen mit dieser Lösung hat indes auf deutscher Seite Naturparkleiter Ulf Wigger, der sich um die Zunahme der Verkehrsbelastung im Bereich des Usedomer Achterlandes sorgt.

Auch Thilo Schelling vom Wirtschaftsministerium in Schwerin warnte vor voreiligen Schlüssen. Bevor das Land die Herabstufung beim Bund beantrage, würden sowohl der Kreis als auch die betroffenen Gemeinden in die Entscheidung eingebunden. So seien Fragen der künftigen Finanzierung zu klären.

Die von der PTV AG in einer 12-seitigen Broschüre vorgelegte Zwischenbilanz kann im Internet unter www.m21-portal.de/LaendlicherRaum/Tourismus.php heruntergeladen werden.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 21.09.2005, 09:50 Uhr


 
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