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„Ich will malen, was ich fühle“

Heringsdorf. Eine sehr persönliche Laudatio erlebte die Villa Ingeborg am Sonntagabend anlässlich der Ausstellungseröffnung „Mit den Augen schmecken“. Bürgermeister Klaus Kottwittenborg höchstselbst hielt die Rede für seinen Freund und Maler Johannes Kretschmer aus Ahlbeck.
„Usedom und die Künstler, das ist eine lange Geschichte“, so begann Kottwittenborg, um den Bogen von Theodor Fontane über die Mann-Brüder und Lyonel Feininger zu Kretschmer zu schlagen. Allen gemeinsam sei das Suchen nach der unmittelbaren Nähe zur Natur auf Usedom gewesen.

Johannes Kretschmer gilt als Autodidakt, der bereits als Schüler mit der Kunst in Berührung kam und im Zeichenzirkel bei Erich Küster lernte. Später, zu seiner Zeit auf See (1967-1990) widmete er sich der Marinemalerei, danach, ermuntert durch Adam Kurz, Harald Nadler und Kurt Heinz Sieger, der Landschafts-, Porträt- und Aktmalerei.

Kottwittenborg zitierte seinen Freund mit den Worten „Ich will nicht malen was ich sehe, ich will malen was ich fühle.“ Kretschmer selbst wollte nicht viel Aufhebens um seine Person machen, sondern seine Bilder sprechen lassen.

Seit fünf Jahren arbeitet er nun als freischaffender Künstler in seinem Ahlbecker Atelier „Kunst im Hinterhaus“. „Mit den Augen schmecken“ zeigt bis zum 18. September 37 farbenkräftige Ölbilder aus dieser Schaffenszeit. Die Villa Irmgard hat dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 15.08.2005, 18:21 Uhr


 
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