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Ressourcencenter Wolgast steht vor dem Aus

In zwei Jahren wurden 61 erfolgreiche Existenzgründungen in Wolgast begleitet.

Nicht alles, was gut ist, ist von Erfolg gekrönt. Das mussten die fünf Center-point-Mitarbeiterinnen des Ressourcencenters Mecklenburg-Vorpommern in Bad Doberan, Grimmen, Stavenhagen, Sternberg und Wolgast schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Denn zum Jahresende 2004 lief ihr zweijähriges Beratungsprojekt aus. Betroffen davon ist auch Cornelia Stoll, die im Wolgaster Existenzgründungszentrum ihren Sitz hatte.

Obwohl in den vergangenen zwei Jahren weit mehr als Tausend Frauen und Männer in den fünf Centerpoints Unterstützung fanden und gut 327 Ratsuchende eine eigene Firma gründeten, stehen die fünf Projektmitarbeiterinnen seit dem Neujahrstag ebenso im Regen, wie die Jungunternehmerinnen, die sie bislang erfolgreich berieten. Doch Cornelia Stoll gibt noch nicht ganz auf: „Ich gehe nicht davon aus, dass das Ressourcencenter ganz entfällt“.

Prof. Dr. Werner Kunth vom Institut für Datenverarbeitung und Betriebswirtschaft GmbH (IDB), Rostock, als Projekttträger, bestätigte auf Nachfrage, dass an einer Fortsetzung gearbeitet werde. „Wir wollen den Standort nicht fallen lassen, aber wie genau, ist noch unklar“, ließ er sich entlocken. Konkretes könne er allerdings erst in der zweiten Januar-Woche sagen.

„Nachhaltige Unterstützungsstrukturen“ zu schaffen, war eines der Ziele, mit denen im November 2002 das Ressourcencenter auf den Weg gebracht wurde. Ein anderes, „Unternehmensgründungen von Frauen in ländlichen Regionen“ zu fördern. Die Ressourcencenter sollten auch dazu beitragen, ein „aktives Akteursnetzwerk zur Förderung und Profilierung der unternehmerischen Kompetenzen von Frauen“ zu entwickeln, das Frauen eine Chancengleichheit auf dem Weg zur Unternehmerin geben sollte.

Mit dem landesweiten Existenzgründungstag, themenbezogenen regionalen Netzwerktreffen und dem kürzlich erschienenen Branchenverzeichnis der Netzwerkpartner wurden „nachhaltige Unterstützungsstrukturen“ geschaffen. Bleibt zu wünschen, dass auch das Herz der Ressourcencenter, die persönliche Beratung vor Ort, erhalten bleibt.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 05.01.2005, 15:41 Uhr


 
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