News
Von Chancengleichheit weit entfernt
Bansin. Am Sonnabend ging die dreitägige Konferenz „Frauenaktivitäten entlang der deutsch-polnischen Grenze“ im Bansiner Park-Hotel zu Ende. Bereits zum vierten Mal lud das Deutsch-Polnische Frauen-Forum unter diesem Motto zu einer Bestandsaufnahme bezüglich der Chancengleichheit der Geschlechter ein.
Wie die Vorsitzende des Frauen-Forums Käthe Falk zum Abschluss der Konferenz mitteilte, folgten 37 Frauen und drei Männer von Aurich bis Zittau der Einladung, sowie 15 Kolleginnen vom Partnerverein aus Swinemünde.
Die Konferenz wurde mit einer Diskussionsrunde eröffnet, die sich um das Thema „Zukunft mit mehr Kindern – mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland“ drehte. Basierend auf aktuellen Zahlen, wonach auf Hundert Deutsche nur ein Kind komme, stellte sich die Frage nach dem Warum.
Die Antworten waren schnell gefunden. Gilt doch ein Kind bei Akademikerinnen gemeinhin als Karrierekiller und in ärmeren Bevölkerungskreisen als finanzieller Risikofaktor. Laut Institut Allensbach „kostet“ ein Kind je nach Ausbildungsweg zwischen 380 und 500 Tausend Euro bis zu seiner Berufstätigkeit.
In Polen hingegen sei die Fragestellung eine andere. Hier sei für Frauen entscheidend, wie sie ihr Kind ernährt bekommen. Angesichts von monatlich nur 15 Euro Kindergeld bleibt alleinerziehenden Müttern nur die Möglichkeit, das Kind zur Großmutter zu geben, um Geld verdienen zu können, so eine polnische Konferenzteilnehmerin.
Die Kinderbetreuung ist also beiderseits der Grenze ein Thema, das die Frauen in ihrem Kampf um mehr Chancengleichheit eint. Sind es in Polen die katholische Kirche und konservative Politiker, die Frauenrechte blockieren, beklagt Käthe Falk in Deutschland die fehlende Einhaltung von Normen und verbrieften Rechten.
Prof. Dr. Regine Roemheld von der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit in Dresden fordert angesichts dieser Misere „mehr Betreuung statt Kindergeld“. Moderatorin Christa-Maria Rosch schob dem nach, dass die Frauenbündnisse dafür sorgen müssten, dass mehr Frauen in die Parlamente kommen, die „unsere Interessen vertreten“.
Die Konferenz wurde mit einer Diskussionsrunde eröffnet, die sich um das Thema „Zukunft mit mehr Kindern – mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland“ drehte. Basierend auf aktuellen Zahlen, wonach auf Hundert Deutsche nur ein Kind komme, stellte sich die Frage nach dem Warum.
Die Antworten waren schnell gefunden. Gilt doch ein Kind bei Akademikerinnen gemeinhin als Karrierekiller und in ärmeren Bevölkerungskreisen als finanzieller Risikofaktor. Laut Institut Allensbach „kostet“ ein Kind je nach Ausbildungsweg zwischen 380 und 500 Tausend Euro bis zu seiner Berufstätigkeit.
In Polen hingegen sei die Fragestellung eine andere. Hier sei für Frauen entscheidend, wie sie ihr Kind ernährt bekommen. Angesichts von monatlich nur 15 Euro Kindergeld bleibt alleinerziehenden Müttern nur die Möglichkeit, das Kind zur Großmutter zu geben, um Geld verdienen zu können, so eine polnische Konferenzteilnehmerin.
Die Kinderbetreuung ist also beiderseits der Grenze ein Thema, das die Frauen in ihrem Kampf um mehr Chancengleichheit eint. Sind es in Polen die katholische Kirche und konservative Politiker, die Frauenrechte blockieren, beklagt Käthe Falk in Deutschland die fehlende Einhaltung von Normen und verbrieften Rechten.
Prof. Dr. Regine Roemheld von der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit in Dresden fordert angesichts dieser Misere „mehr Betreuung statt Kindergeld“. Moderatorin Christa-Maria Rosch schob dem nach, dass die Frauenbündnisse dafür sorgen müssten, dass mehr Frauen in die Parlamente kommen, die „unsere Interessen vertreten“.