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Erste Kunst-Biennale euroart eröffnet

Zeitgenössische Kunst auf höchstem Niveau in Swinemünder Kunst-Kaserne

Swinemünde. Der Posener Galerist Mariusz Rosiak hat sich so etwas wie einen Traum erfüllt. Mit der am Sonnabend in seiner Swinemünder Kunst-Kaserne eröffneten 1. Biennale „euroart“ hat er Kunstwerke verschiedenster Genres und Performances befreundeter Künstler zusammengeführt, die in dieser Dichte noch nie zu sehen waren.
Platz für die großzügige Exposition der teils raumgreifenden Installationen bietet eine ehemalige Kaserne, die in ihrem verfallenden Zustand einen morbiden Charme verbreitet. Zersplitterte Fensterscheiben, eingetretene Türen und blätternder Putz bilden den Rahmen für die Werkschau zeitgenössischer Künstler, die unter anderem Fotografien, Gemälde, Holzskulpturen und Rauminstallationen zeigt.

Für die Stadt Swinemünde dürfte die Kunst-Kaserne und die „euroart“ einen enormen Imagegewinn bedeuten. Ginge es nach Rosiak, soll die Heimatstadt seiner Ehefrau gar zur Sommerhauptstadt der Kunst in Polen werden.

Zwar könne die Stadtverwaltung nicht finanziell helfen, bedauerte Stadtpräsident Janusz Żmurkiewicz bei der Eröffnungsfeier. Doch sei er daran interessiert, dass das Haus im Sinne Rosiaks umgestaltet werde. Dafür sagte er ihm die administrative Unterstützung zu.

Den Abschluss des Eröffnungsabends bildete eine Audioperformance des Klangkünstlers Leszek Knaflewski. Der Posener erweckte seinen „Elektrischen Sarg“ mit Schlaginstrumenten, elektrischen Zahnbürsten, Walkman und kräftigen Tritten zum Leben. Das Klangspektrum bewegte sich zwischen Geigerzähler, Luftschutzsirenen und Walgesängen. Insofern symbolisierte Knaflewskis Darbietung den Wandel des Ortes zur Kunstkaserne.

Die euroart wird noch bis zum 23. Juli mit täglichen Vernissagen, Filmvorführungen und Performances fortgesetzt.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 22.07.2004, 10:39 Uhr


 
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