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Abtanzen auf dem Grenzparkplatz

Ahlbeck. Tolle Stimmung und guter Sound – und das wichtigste, das Wetter hat mitgespielt. So lässt sich die erste Ausgabe von Baltic Beats auf dem Ahlbecker Grenzparkplatz zusammenfassen.
Nach Sounds of Summer und dem Pfingstival waren die Baltic Beats die dritte Großveranstaltung der noch jungen Agentur Usedom Event. Dahinter stehen mit Agenturchef Ulf Henze aus Usedom, Jens Seifert aus Heringsdorf und Christian Schneider aus Ahlbeck drei Enthusiasten, die mit der Technoparty an der Landesgrenze auch an ihre finanzielle Grenze gingen. Schließlich sind Kosten von 30.000 Euro kein Pappenstiel und das Fehlen von Sponsoren ein dicker Wermutstropfen.

Nichts desto trotz übernahm das Dreigestirn das Risiko und führte mit einem Helferstab von 40 Freunden die vor zwei Jahren von der Gemeinde Ahlbeck ins Leben gerufene Technoveranstaltung fort. Wie Chefroadie Mirco Schwarz am Sonntagmorgen berichtete, hätten alle hervorragend Hand in Hand gearbeitet. Er selbst stand von Sonnabend 11 Uhr bis Sonntag früh halb Neun auf der Matte, um den Grenzparkplatz wieder „besenrein“ an Parkplatzbetreiber Kellermann zurückgeben zu können.

Ulf Henze hob zu Beginn der Veranstaltung das Entgegenkommen des Parkplatzbetreibers hervor, der die Fläche unentgeltlich überließ, um zu demonstrieren, dass für die Jugend etwas getan werden müsse. Genau dies ist auch der Ansatz, mit dem Henzes Agentur Veranstaltungen projektiert. Dass er und seine Mitstreiter damit richtig liegen, haben viele junge Leute in der Partyzone bestätigt (siehe „Stimmen zu Baltic Beats“).

Von 22 bis 5 Uhr dauerte die Technonacht. Nacheinander wechselten sich am Plattenteller die in der Szene bekannten DJs The Rockie, Micha Ffm., Hardy Hard und Jens Kunkel ab. Um 1 Uhr spielte als Live-Act die Erfurter Gruppe Northern Lite, nachdem mit einer kleinen Lightshow sozusagen Nordlichter in den Nachthimmel gemalt wurden.

Rund 1.500 Technofans vereinte die erste Baltic Beats-Nacht in Ahlbeck. Damit dürften die Verantwortlichen finanziell mit einem blauen Auge davon kommen. Ob die Luft reicht für eine Fortsetzung, darüber müssen Henze und Co. die nächsten Tage beraten. Doch Ideen gibt es bereits, wie weitere Kreise junger Musikfreunde angesprochen werden können.


eingereicht von : Dietmar Pühler am 22.07.2004, 10:39 Uhr


 
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