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Inselkäserei meistert Versorgungskrise
Alles hatte so gut begonnen. Im Sommer 2001 hatte der Süddeutsche Steffen Schulze in Welzin einen alten Bauernhof erwerben können, um in direkter Nachbarschaft zu einem biologisch bewirtschafteten Milchviehbetrieb eine Käserei aufzubauen. Nach fast achtzehn Monaten Bauzeit wanderte zu Ostern 2003 der erste Usedomer Käse über die Ladentheke der Inselkäserei.
Noch kein Jahr später schienen die Pläne des jungen Schwarzwälders wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Denn völlig überraschend warf sein damaliger Nachbar und Biobauer Hans von Sternberg das Handtuch und musste Insolvenz beantragen. Binnen kürzester Zeit waren Hof und Milchkühe verkauft und von Sternberg mit seiner Familie nach Italien ausgewandert.
Damit versiegte für Schultze von heute auf morgen die Quelle der vertraglich vereinbarten 180.000 Liter Bio-Rohmilch. Das war im Januar, just ein Jahr nach der Produktionsaufnahme in der Schaukäserei.
Noch zu Ostern 2004 schien die Lage aussichtslos, weiterhin Biokäse in Welzin produzieren zu können. Fast alle regionalen Biobauern betreiben Mutterkuhhaltung und „wollen sich das Melken nicht mehr antun“, mutmaßt Schultze. Nur dank der Käsereserven im Keller, dort lagert mit fünf Tonnen noch die halbe Jahresproduktion, war es ihm möglich, den eigenen Untergang aufzuhalten.
Im Mai dann das erlösende Aufatmen beim Käser, seinen treuen Kunden und Partnern, zu denen unter anderen das Wasserschloss Mellenthin und der Weinladen Ahlbeck gehören. Denn mit Siegfried Möller aus Loddin konnte ein Biopark-Bauer ausfindig gemacht werden, der elf Milchkühe hält. Sieben davon können momentan gemolken werden, so dass mit rund 55.000 Litern Milch gerechnet werden darf.
Das reicht laut Schultze für etwas mehr als fünf Tonnen Käse. So viel, wie er im vergangenen Jahr aus dem Stand heraus verkauft hat, wie er betont. Dass seine Kapazitäten damit nicht ausgefüllt sind, kann er verschmerzen. Wichtig sei für ihn, dass es überhaupt weitergehe. Künftig will er sich neben der Produktion ein zweites Standbein schaffen. Zur Zeit wird die Scheune zu einer Probierstube ausgebaut, in der jetzt schon Busgesellschaften das rustikale Ambiente genießen und mit Raclette und Biowein verköstigt werden.
Damit versiegte für Schultze von heute auf morgen die Quelle der vertraglich vereinbarten 180.000 Liter Bio-Rohmilch. Das war im Januar, just ein Jahr nach der Produktionsaufnahme in der Schaukäserei.
Noch zu Ostern 2004 schien die Lage aussichtslos, weiterhin Biokäse in Welzin produzieren zu können. Fast alle regionalen Biobauern betreiben Mutterkuhhaltung und „wollen sich das Melken nicht mehr antun“, mutmaßt Schultze. Nur dank der Käsereserven im Keller, dort lagert mit fünf Tonnen noch die halbe Jahresproduktion, war es ihm möglich, den eigenen Untergang aufzuhalten.
Im Mai dann das erlösende Aufatmen beim Käser, seinen treuen Kunden und Partnern, zu denen unter anderen das Wasserschloss Mellenthin und der Weinladen Ahlbeck gehören. Denn mit Siegfried Möller aus Loddin konnte ein Biopark-Bauer ausfindig gemacht werden, der elf Milchkühe hält. Sieben davon können momentan gemolken werden, so dass mit rund 55.000 Litern Milch gerechnet werden darf.
Das reicht laut Schultze für etwas mehr als fünf Tonnen Käse. So viel, wie er im vergangenen Jahr aus dem Stand heraus verkauft hat, wie er betont. Dass seine Kapazitäten damit nicht ausgefüllt sind, kann er verschmerzen. Wichtig sei für ihn, dass es überhaupt weitergehe. Künftig will er sich neben der Produktion ein zweites Standbein schaffen. Zur Zeit wird die Scheune zu einer Probierstube ausgebaut, in der jetzt schon Busgesellschaften das rustikale Ambiente genießen und mit Raclette und Biowein verköstigt werden.